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Afghanistan


Community Development


Landwirtschaft

Wir möchten mithelfen, dass die afghanische Bevölkerung sich wieder besser von ihrem Anbau von Gemüse, Obst und Getreide ernähren kann und zusätzliches Einkommen gewinnen kann. Darum führen wir in ausgewählten Dörfern Dorfentwicklungsprojekte (Community Development) durch. Wir bilden sieben von der Dorfgemeinschaft ausgewählte Männer ein Jahr lang zu Trainern aus, so dass sie das Gelernte mit Erfolg anwenden und andere unterrichten und betreuen können. Dazu gehören Schulungen in Landwirtschaft, Alternativen zu Opiumanbau, neue Methoden wie Tropfbewässerung, Kompostierung, und Versuche mit neuen Pflanzen wie Safrankrokussen, Erdbeeren und Speisepilzen. Die Schulung für einen Trainer kostet pro Monat 200 Franken.

Ernährung und Hygiene

Eines der grössten Probleme im Land ist die hohe Kindersterblichkeit. Von tausend Kindern sterben im Schnitt 165 bereits bei der Geburt, weitere 257 erreichen das fünfte Lebensjahr nicht. Auch die Tuberkulose stellt eine große Gefährdung der Bevölkerung dar. Jährlich sterben ca. 18'000 Menschen an ihr, 80 % davon sind Frauen. Diese und ähnliche Krankheiten sind heute heilbar, doch fehlt es hier nicht nur an qualifiziertem medizinischem Personal, sondern auch an ganz grundlegendem Wissen über richtige Ernährung und Hygiene.
Darum führen wir parallel zu den landwirtschaftlichen Kursen auch spezielle Kurse für Frauen in einfacher Gesundheitsvorsorge, Ernährung und Hygiene durch. Zu unserer grossen Freude ist in "unseren" Dörfern in den letzten Jahren kein Baby mehr gestorben.

Grenzen der Improvisation - Pilzlabor

Damit die Pilzbrut wirklich gelingt und vor unerwünschtem Schimmel
geschützt werden kann, braucht es ein steriles Labor.
Nach wie vor ist die Pilzbrut der Schwachpunkt am ganzen Projekt. Pats Mitarbeiter gelang es, Pilzbrut aus Pilzsporen herzustellen. Sie arbeiteten dazu in einem improvisierten Labor. Die gute Nachricht ist: Es funktioniert und
ist nicht sehr schwierig.
»Die Ernüchterung kam später. Praktisch die ganze Pilzbrut war – neben dem gewünschten – noch mit anderen Pilzen (z.B. Schimmel) infisziert.
Damit die Pilzbrut wirklich gelingt, braucht es unbedingt ein besser eingerichtetes Labor, wo unter sterilen Bedingungen gearbeitet werden kann.
Ein Labor ist mit einem Operationssaal zu vergleichen mit sterilem Arbeitsumfeld.
Unser Labor braucht eine Belüftung mit HEPA-Filtern und eine Laminar Flow-
Werkbank. Der HEPA-Luftreiniger filtert die einströmende Luft, die Laminar Flow-Werkbank ist eine belüftete Arbeitskammer, in der mit Pilzsporen steril gearbeitet wird.




Im Pilzlabor