Kidshouse Kaschmir
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Es stimmt: Gott, der Vater der Waisen, bringt die, die alleine sind, nach Hause. (Psalm 68, 6 6 7)
Im Kidshouse ist das durch und durch spürbar.
Die Kidshousefamilie besteht z.Zt. aus Papa M., Mama G., ihren beiden leiblichen Buben (8 und 5 Jahre alt), sieben ehemaligen Findelkindern (die sie alle adoptiert haben) zwischen 3 und 5 Jahren und ihrer Helferin M.
Wie in jeder Familie gibt es natürlich auch bei ihnen immer mal kleine Streitereien um Spielsachen, aufgeschlagene Knie, die ein Pflaster brauchen, Langweileanfälle, Neckereien, Spass und Gelächter ... Höhen und Tiefen; ganz normal - und doch besonders.
Viel Freude beim Eintauchen in einen gewöhnlichen Tag bei einer ungewöhnlichen Familie!
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6:00h-7:15h wer noch nicht alle Hausaufgaben erledigt hat, muss sie jetzt machen. Die anderen können wieder spielen gehen.
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Der Tag beginnt früh: ca. um 5.00h wachen die ersten auf - einen Wecker braucht man in Kaschmir nie - die Moscheen sorgen mit ihren Lautsprechern dafür, dass nur ja keiner verschläft. Papa schaut, dass alle kids ihre Morgentoilette erledigen und danach noch eine Runde im Spielzimmer beschäftigt sind. Milch muss beim Bauern im Dorf geholt werden und auf dem Rückweg noch Brot für's Frühstück. Jemand von den Kindern darf mit - aber meistens ist die Lust zum Spielen grösser. Mittlerweile haben Mama und die Helferin Tee gekocht und selbstgemachte Marmeladen "aufgetischt" - in Kaschmir wird immer am Boden rund um eine Tischdecke sitzend gegessen.
7:15h-7:45h alle versammeln sich zur Familienandacht: sie singen und beten jeden Tag zusammen und lernen einen Bibelvers, der sie begleiten wird.
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Nach der Andacht bleiben noch 15 min Zeit, um die Schuluniformen anzuziehen, die Haare ordentlich zu frisieren, die Schulschuhe auf Hochglanz zu polieren, die Pausensnacks im Rucksack zu verstauen, die letzten Wörter durchzubuchstabieren vor dem Test, nochmal schnell auf's WC.....

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8:00h alle 6 Schulkinder zu Papa ins Auto und los geht's zur 15km-Schultour. 3 Stopps an 3 verschiedenen Schulen. Manchmal dürfen die 3-jährigen auch mitfahren - für sie ist es ein kleiner Ausflug.
Auf dem Rückweg von der 1. Schultour kann Papa evtl. noch ein paar kleine Einkäufe erledigen. Zuhause wird derweil die 1. Maschine Wäsche aufgehängt, die Küche gefegt, das Badezimmer geputzt, der Hof gewischt, das Mittagsmenü geplant und vorbereitet.

Die 3 Kleinen haben schön Zeit zum Spielen; und geben lautstark bekannt, wenn sich der kleine Hunger zwischendurch meldet: Teatime ist angesagt.
Mama und die Helferin verbreiten schon tolle Essensdüfte in der Küche!
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Ab ca. 10:00h sind normalerweise auch die Ämter und Banken offen - auf dem Weg um die Kinder wieder von den Schulen abzuholen, könnte man also solche Gänge einplanen. Oder den Vormittag nutzen, um im Gemüsegarten zu wirken, das Auto zu putzen, kleine Reparaturen im Haus zu machen.
Nach dem Mittagessen für die Kleinen und die Erwachsenen, ist's Zeit, die jüngeren Buben von der Schule abzuholen. Papa muss noch gut 1 h mit ihnen irgendwo warten, bis die anderen Schulkids auch frei haben... es wäre eine grosse Erleichterung, wenn zumindest nur 2 Schulen angefahren werden müssten - Schulplätze für alle Jungs auf der Armeeschule sind ein dringendes Gebetsanliegen!
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Um ca. 14:30h kommen alle Schulkids ziemlich müde und hungrig nach Hause. Schnell umziehen und Mittagessen! 
Mama kontrolliert die Schultaschen - es fehlen wieder einmal Trinkflaschen, Brotboxen, Schulhefte oder die neuen Stifte. Es gibt ein Donnerwetter und die vielen Hausaufgaben müssen in Angriff genommen werden.

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Je schneller die Hausaufgaben (unter Mamas Aufsicht) erledigt sind, umso schneller kann man spielen gehen! Aber für manche dauert es manchmal Stunden(!), bis alles geschafft ist....
Zwischendurch kann auch die 2. oder 3. Maschine Wäsche abgehängt, gefaltet, verräumt werden....und die nächste mit der neuen Wäsche nach der Schule beladen werden.

Alle freuen sich auf einen feinen Nachmittagstee mit Snack, der für die 3 Kleinen zum Abendessen wird - sie sind nämlich nach 12 Stunden Action reif für ins Bett.
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Muss noch jemand zum Arzt? Impfungen, hartnäckige Erkältung mit Fieber, ominöser Hautausschlag? Am späten Nachmittag ist die Kinderarzt-Praxis offen und man könnte nochmals in die Stadt wenn nötig - der Verkehr ist dann zwar immens, aber naja. Vielleicht funktioniert ja dann auch wieder der Bankautomat, der am Morgen nicht wollte; oder evtl. gibt es jetzt im Supermarkt endlich das Waschpulver, das gebraucht wird?
Zwischen 18:00 - 19:00h gibt es (oft ein warmes) Abendessen, danach wandern die Kinder allesamt sehr gerne ins Bett!
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Und für die Erwachsenen bleibt noch etwas Zeit, um z.B. das Cricketmatch oder die Nachrichten im TV anzuschauen oder für neue Überlegungen: es gilt immer noch herauszufinden, wie das Aufnahmeprocedere an der Armeeschule für die beiden älteren Jungs ist. Entweder wird man nicht ins Gelände vorgelassen oder man hat es z.B. wegen einem Elterngespräch geschafft, ins Schulgelände zu kommen; aber niemand gibt ordentlich Auskunft und es gibt auch keine Infobroschüren.
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Mehrere Anläufe sind mal wieder nötig - und dann ist doch wieder alles anders.
Eigentlich ist es immer so: Informationen sind grundsätzlich nie im Voraus zu bekommen.
Man sollte alles wissen. Aber es ist erst im Gehen herauszufinden. SEHR herausfordernd!
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Spezielle Tage und Herausforderungen...
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Der Kleinste (der 3-jährige Iba) ist plötzlich verschwunden! Gerade war er noch mit den anderen am Spielen... Wie jedes Haus in Kaschmir ist das Kidshouse mit einer grossen Mauer umgeben, die ein Tor abschliesst. Eigentlich kann er nicht weit sein; aber auf dem Gelände ist er nirgends, im Haus auch nicht - er ist alleine in den Bazar spaziert!
Der Hühner-und Gemüsehändler hat ihn zu sich in den Laden genommen.
Was für eine Erleichterung, ihn nach all der Aufregung und Sucherei endlich und sicher zu finden!
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Kaum zuhause von der 1. Schultour am Morgen kommt ein Anruf von der Mädchenschule; die beiden wären bitte wieder abzuholen, weil gerade ein Kind im Unterricht gestorben ist!
Weitere Informationen gibt es nicht; man muss sofort wieder los.
Das Examen ist verschoben auf den nächsten Tag; und auch dann gibt es keine näheren Erklärungen zu dem, was passiert ist.
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Sie leben als kleine christliche Familiengemeinschaft. Mitten im moslemischen Umfeld, noch dazu in politisch unruhigem Gebiet. Korruption überall. Das ist nicht immer einfach. David gegen Goliath. Aber mit dem grossen Gott auf ihrer Seite.
Wir sind überzeugt, dass ihr Leben dort als Gottes Kinder zu seiner Zeit mehr und mehr Auswirkungen haben wird und sind gespannt, was Gott noch so alles vorhat mit jedem einzelnen von ihnen.
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Vielen Dank für Euer Interesse, Eure Gebete und treue Unterstützung auf unterschiedlichste Art! Vergelt's Euch Gott! Ohne Euch wären die vielen Herausforderungen kaum zu meistern.
DANKE für Euer Mittragen - und Eure Investition in kostbare Leben - sie lohnt sich wirklich!
Herzliche Grüsse von der gesamten Kidshousefamilie, Simone & Simon
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