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Das Problem
Das Schulsystem in der Mongolei stellt sehr hohe Anforderungen an die Kinder. Im Mittelpunkt des Unterrichts steht die unanfechtbare Autorität des Lehrers. Gehorsam steht im Mittelpunkt der Ausbildung. Bevor ein Kind ab dem 8. Lebensjahr die Schule besuchen darf, muss es bereits hohen Anforderungen genügen. So muss ein Kind schon vor dem Schuleintritt lesen und rechnen können. Auch Gedichte und Lieder soll es selbständig vortragen können. Nur die wenigsten Familien können sich den Kindergartenbesuch leisten, der das nötige vorschulische Wissen vermittelt. Durch das sehr strenge Schulsystem kommt es auch zu häufigem Schulabbruch, die meisten Familien aber haben erst gar keine finanzielle Möglichkeit, ihren Kindern einen Schulbesuch zu ermöglichen.
Um diesen Teufelskreislauf zu durchbrechen, möchten wir den ärmsten Kindern einen Kindergartenplatz anbieten, der ihnen Zugang zum vorschulischen Wissen und damit zum Schulbesuch verschafft.
Wir gründen einen Kindergarten
Aktuell sind 20 Kinder be Wir gründeten und betreiben einen Kindergarten mit Aktuell 20 minderbemittelten Kinder aus dem Dorf Goville bei Erdenet. Der Kindergarten ist die Voraussetzung für den nachfolgenden Besuch der Schule und somit für die Zukunft dieses Kindes und seiner zukünftigen Familie. Die Kinder bekommen in unserem Kindergarten täglich eine vollwertige Nahrung was sich auf ihr Wachstum und die Gesundheit positiv auswirken wird.
In unsererem Kindergarten, bereiten wir die Kinder für die Schule vor, wir arbeiten wir nach einem Schulprogramm, das von professionellen holländischen und schwedischen Lehrern unter Mitwirkung von JCS international und mongolischen Lehrern entwickelt wurde. Diese Unterlagen entsprechend den Anforderungen des mongolischen Ministeriums für Bildung. Die Grundlage unsers Kindergartens bildet das Konzept: „Die Kinder stehen im Mittelpunkt unseres Interesses“. Die Erziehungsprinzipien orientieren sich an christlichen Werten, wie: Gehorsam und Nächstenliebe. Alle Lehrunterlagen sind darauf ausgerichtet, den Kinder die Fähigkeiten zum selbständigen Leben beizubrinbgen, dabei wird auch auf ihre Entwicklung, ihrer geistigen Fähigkeiten und ihr Lerninteresse rücksicht genommen.
Bericht 2009
In diesem Jahr wurde unser Kindergarten von 15 Kindern besucht. 9 Kinder wurden nach Abschluss des Kindergartens von der staatlichen Schule aufgenommen und gehen nun erfolgreich in die erste Klasse. Im November 2009 hat Boloro erfolgreich die Aufnahmeprüfungen an der Pädagogischen Hochschule bestanden und begann ihr Fernstudium für vorschulische Erziehung. Zur riesigen Freude der Kinder wurde der neue Spielplatz fertiggebaut. Sie geniessen jetzt das Spielen in der frischen Luft.

Wir haben die Arbeit im Kinderklub begonnen. Im Klub können Kinder unter Anleitung ihre Hausaufgaben machen, spielen und christliche Filme schauen.

50 Kinder aus armen Familien verschiedenen Alters wurden im Rahmen des Ernährungsprogramms aufgenommen. In diesem Jahr konnten wir die Ernährung durch Gemüsesalate und eine warme Suppe bereichern. Mitglieder der Gemeinde helfen monatlich mit Lebensmitteln und können so drei Rentner, die über 70 Jahre alt sind, ernähren.

Uns fielen Teenies auf, die nicht in die Schule gehen, weil sie den Kindergarten nicht besucht hatten oder weil ihnen das Geld für Schulbücher und Hefte fehlt. Sie würden gerne in die Schule gehen, haben aber Angst, von den jüngeren Kindern ausgelacht zu werden. Darum haben wir mit dem Einverständnis der Behörden eine Lehrerin angestellt, die diese Kinder unterrichtet. Von den 20 eingeladenen Teenies aus dem Dorf kommen 13 und lernen mit viel Eifer und Freude.