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Russland

heute - Suchtfrei leben


Alkohol ist die Droge und das Problem Nr. 1 in Russland. Ein grosser Teil der Bevölkerung Russlands trinkt sich buchstäblich zu Tode, und die Gesellschaft toleriert dies augrund der tiefen Verwurzelung des ungezügelten Trinkens in der russischen Kultur. So wird für viele der Wodka gerade in der Zeit gesellschaftlicher Umbrüche zu einer Art "Über"lebensmittel. Auch im Umfeld der neugegründeten christlichen Gemeinden ist das Alkoholproblem allgegenwärtig und zerstört Menschenleben, Familien und soziale Gefüge.
12-Schritte-Konzept
Die Gruppenleiterinnen de Für den Kampf gegen die moderne Volksseuche Alkohol brauchen die jungen Gemeinden eine substanzielle Unterstützung, die sie dazu befähigt, das Problem nachhaltig zu lösen. Im Zentrum unseres Lösungsansatzes steht das von den anonymen Alkoholikern abgeleitete und bewährte 12-Schritte Konzept. Dabei handelt es sich um ein niederschwelliges Angebot für Alkoholkranke und ihre Co-Abhängigen Familienmitglieder. Gearbeitet wird in Gruppen, die sehr erfolgreich von gut ausgebildeten Laien geführt werden.
Rehastationen

Der Leiter des Rehabilitationszentrum Martin Kindler ist Schweizer. Er kam nach Russland, um Gott hier zu dienen. Die russische Sprache erlernte er selbständig und er beherrscht sie nicht schlecht. 1996 Jahren konnte die Blagodatj-Gemeinde die Farm in einem miserablen Zustand übernehmen. Die ersten Reha-Teilnehmer halfen bei den Umbauten und der Renovation mit. 20 Männer und 8 Frauen finden hier Platz. Die Arbeit entwickelt sich in drei Hauptrichtungen: Gemüseanbau, Viehzucht und Bäckerei.

Agape international hat dem Reha-Zentrum eine Schweizer Militärbäckerei geschenkt. Seit 40 Jahren ist sie nicht mehr gebraucht worden. Ob sie überhaupt noch funktioniert? Doch alle Zweifel verfliegen, als die ersten Brote herauskommen und den Raum mit ihrem Duft erfüllen. Die vier angelernten Bäcker und der Mechaniker arbeiten die ganze Nacht durch und backen 700 Brotlaibe, die jeden Morgen frisch in die Geschäfte zum Verkauf geliefert werden.

Ludmilla Andrianowa ist heimgegangen

Ludmilla Andrianowa, leitete als ausgebildete Psychologin die 12-Schritte-Arbeit über viele Jahre mit viel Herzblut. Sie gab individuelle Beratung für Abhängige und Co-Abhängige, förderte die Leiterinnen und Leiter der 12-Schritte-Gruppen, bot Seminare an und führte jeden Sommer ein zweiwöchiges Lager für Kinder aus Problemfamilien durch. Vor zwei Jahren verlor sie durch einen Tumor auf einer Seite das Augenlicht. Sie kämpfte mutig weiter gegen diese Krankheit. Im November mussten wir endgültig von ihr Abschied nehmen.

Was haben wir bis jetzt erreicht:
1996 Praxis für Alkoholkranke
1999 Produktion geeigneter Hilfsmittel
2001 Ausbildung von Gruppenleitern
2004 verbesserte Ausb. der Gruppenleiter

5 Rehagruppen
570 Klienten
Monatliche Leitertreffen
130 Alkoholiker in individuelle Beratung
Schulungsseminare
10 Camps für Co-Abhängige Kinder 564 Teilnehmer
8 Reha Stationen
2 Bücher herausgegeben

12-Schritte - wie geht das?

Weg vom Alkohol...