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Agenda 2030- wie Agape international zum Erreichen der Ziele beiträgt

Um zur globalen Entwicklung beizutragen, menschliches Wohlergehen zu fördern und die Umwelt zu schützen, verabschiedete die Staatengemeinschaft 2015 die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Kernbestandteil sind die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung. Was ist der Beitrag von Agape international zum Erreichen der Ziele? Hier ein Überblick.

 

 

 

 

Ziel 1: Armut in allen ihren Formen und überall beenden

Schülerprojekt in Bolivien:
Viele Bolivianer sind schlecht ausgebildet und aus diesem Grunde arm. Gegründet auf christlichen Grundwerten unterstützen wir Schüler der Oberstufe im Bereich Bildung und soziale Kompetenzen. Damit steigen ihre Berufschancen und die Gefahr von Armut sinkt.

Ziel 2: Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern

Landwirtschaftsprojekt in Nordkorea:
Agape international engagiert sich in Partnerschaft mit verschiedenen nordkoreanischen Ministerien in Bereichen der Nahrungsmittelversorgung (Futterbau, Ziegenzucht, Milchverarbeitung) und Energiegewinnung (Wind-, Solarenergie und energieeffizientes Bauen) mit dem Ziel, anhand konkreter Beispiele aufzuzeigen, wie der Selbstversorgungsgrad wieder erhöht werden kann. Immer unter dem Gesichtspunkt, dass diese Hilfe zur Selbsthilfe im Land selber multipliziert werden kann.

Ziel 3: Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern

Gemüsegarten in Bolivien:
In Lomerìo helfen wir der lokalen Bevölkerung, einen Gemüsegarten anzubauen indem wir sie anleiten, eigenes Gemüse zu produzieren, Grüngut und tierische Exkremente zu kompostieren und Regenwasser zu sammeln. Dabei unterstützen wir sie nicht nur mit Know-how sondern auch mit Mikrokrediten, reduzierten Preisen für Saatgut, einfachen landwirtschaftlichen Geräten, Hühnern, Wassertanks usw.

Kinderprojekt in Kuba
Eine gesunde Ernährung ist entgegengesetzt der kubanischen Überzeugung nicht zwingend teurer als die gegenwärtige Alltagskost, aber das Einkaufen und Kochen ist ein Vollzeitjob. Gemüse und Früchte sind nicht immer um die Ecke zu bekommen. Und wenn es sie Mal gibt, stellen die Kubaner überrascht fest, dass sie gar nicht wissen, was man damit alles Leckeres kochen könnte. Hier wollen wir ansetzen.

Amaranth-Projekt in Rwanda:
Unterernährung ist immer noch ein Problem in Ruanda, insbesondere bei Kindern. Meist ist ihre Nahrung reich an Kohlehydraten, aber arm an Proteinen und Lipiden. Amarant hat einen weit höheren Eiweiß- und Mineralstoffgehalt als die traditionell angebauten Getreidesorten. Diese Pflanze wird in Kenya bereits erfolgreich angebaut und oft eingesetzt für die Ernährung von HIV-positiven Patienten. Unsere Partner haben dies in Kenya beobachtet und beschlossen, auch in Ruanda die Amarant-Produktion zu fördern.

Ziel 4: Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle fördern

Schule in Libanon:
ACCESS International School ist eine Schule mit integriertem Kindergarten bis zum Abschluss der 12. Klasse (Abitur, Matura). Sie bietet sowohl das libanesische wie auch das amerikanische Kurrikulum an. Neben libanesischen Kindern wird auch einigen syrischen Flüchtlingskindern die Schule ermöglicht.

Ziel 5: Geschlechtergleichstellung erreichen und alle Frauen und Mädchen zur Selbstbestimmung befähigen

Women today in Rwanda:
Für die Frauen im ländlichen Ruanda ist ihre Armut nicht nur ein materielles, sondern auch ein geistliches Problem. Oft denken sie über sich selbst: „Ich bin niemand, kann nichts und habe nichts.“ Wir glauben, dass Veränderung mit einem neuen Selbstbild, erneuerten Beziehungen und mit kleinen praktischen Schritten beginnt. Durch monatliche Treffen erhalten die Frauen geistliche Begleitung und Ermutigung, kleine praktische Schritte zu tun, die in ihrer Situation möglich sind. Die von „Women Today“ angebotenen Seminare sind wichtige Meilensteine in diesem Prozess.

Ziegenprojekt in Rwanda:
Am jeweiligen Projektstandort werden die bedürftigsten Witwen ausgewählt und mit ihnen ein Verein gebildet. Dann wird ihnen je eine Ziege anvertraut, deren erstes Jungtier sie an eine andere Witwe weitergeben; die weiteren dürfen sie dann behalten. Die Witwen werden ermutigt, indem sie eine Ziege erhalten. Gleichzeitig wird ihre Eigeninitiative gefördert, und sie werden integriert in eine Gemeinschaft von anderen Witwen, so dass sie sich gegenseitig stärken können. Das ganze geschieht durch eine lokale Gemeinde, so dass die Witwen auch in ein grösseres Beziehungsnetz eingebunden und geistlich betreut werden.

Ziel 6: Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten

Wassertanks in Bolivien:
Für die Bewässerung der Gemüsegärten helfen wir mit im Preis reduzierten Wassertanks, um das Regenwasser sammeln zu können und damit den Gemüsegarten bewässern zu können.

Wasserfilter-Verteilung Nepal:
Trinkwasser ist ein Grundbedürfnis; jeden Tag hört man in Nepal von Leuten die krank wurden oder sogar starben, weil sie verschmutztes Wasser getrunken haben. Das Erdbeben zerstörte viele Wasserreservoirs und Wasserleitungen, was eine Wasserknappheit und verschmutztes Trinkwasser zur Folge hat. Wir konnten Wasserfilter in den vom Erdbeben betroffenen Regionen verteilen. Diese werden den Familien helfen, sauberes Trinkwasser zu haben.

Ziel 7: Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie für alle sichern

Alternativ-Energie in Nordkorea:
Nordkorea besitzt keine eigenen Öl- und Gasvorkommen und die Kohleminen des Landes sind beschränkt nutzbar. Die Regierung ist darum bestrebt, auf erneuerbare Energiequellen umzusteigen. Wind, Sonne und Wasser stehen dafür als natürliche Ressourcen zur Verfügung, die auch dezentral genutzt werden können. Agape international engagiert sich in Partnerschaft mit verschiedenen nordkoreanischen Ministerien in Bereichen der Nahrungsmittelversorgung (Futterbau, Ziegenzucht, Milchverarbeitung) und Energiegewinnung (Wind-, Solarenergie und energieeffizientes Bauen) mit dem Ziel, anhand konkreter Beispiele aufzuzeigen, wie der Selbstversorgungsgrad wieder erhöht werden kann. Immer unter dem Gesichtspunkt, dass diese Hilfe zur Selbsthilfe im Land selber multipliziert werden kann.

Ziel 8: Dauerhaftes, breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern

Schreinerausbildung im Libanon:
Die ACCESS im Libanon bietet eine dreijährige Ausbildung in einer Möbelwerkstatt unter fachlicher Führung eines deutschen Schreiners an. Der erfolgreich absolvierte Lehrgang endet mit der Verleihung des deutschen ‚Gesellenbriefs‘. Zum Ausbildungsprogramm gehören auch die Aneignung künstlerischer, dekorativer Fertigkeiten sowie Schnitzereien.

Resozialisierungshof Argentinien:
Ein kleiner Teil der Sträflinge findet bei der Entlassung in die Freiheit Arbeit und/oder Unterstützung durch die eigene Familie. Die vielen anderen aber benötigen dringend ein Zuhause und Arbeit, ansonsten drohen ihnen Einsamkeit, Hunger und Armut. Die daraus folgende Hoffnungslosigkeit ist der Nährboden für neue Straftaten mit neuen Opfern. Wir wollen Strafentlassenen aus der Provinz Buenos Aires die Möglichkeit geben, sich in der Gesellschaft zu integrieren. Dabei helfen wir ihnen auf dem Resozialisierungsbauernhof ‚Granja Agape‘, verschiedene einfache Arbeiten zu erlernen, eine gute Arbeitsmoral zu entwickeln, die Beziehung zu ihrer Familie herzustellen und sinnvoll mit der gewonnenen Freiheit umzugehen. Das hilft, die Rückfallquote zu senken, was wiederum zu weniger Gewaltopfer führt.

Ziel 13: Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen

Alternativenergie in Nordkorea (Ausführungen unter Punkt 7)

Ziel 15: Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodendegradation beenden und umkehren und dem Verlust der biologischen Vielfalt ein Ende setzen

Dorfprojekt in Bolivien
Unsere Vision ist es, der armen Landbevölkerung in der Region Lomerío die Möglichkeit zu geben, durch die Landwirtschaft und mit Kleingewerbe genügend Einkommen zu generieren, das ihnen erlaubt, sich gesund zu ernähren, in angemessenen hygienischen Verhältnissen zu leben und mit den natürlichen Ressourcen haushälterisch umzugehen. Wir möchten ihnen vermitteln, wie man im Einklang mit der Natur effizient und nachhaltig die vorhandenen Ressourcen nutzt, das Einkommen erhöht und die hygienischen Verhältnisse verbessert. Diese Vision setzten wir um, indem wir sie anleiten, eigene Nahrungsmittel zu produzieren, Grüngut und tierische Exkremente zu kompostieren, Regenwasser zu sammeln, Gärten zu bewässern und Hühner zu züchten. Dabei unterstützen wir sie nicht nur mit Know-how sondern auch mit Mikrokrediten, reduzierten Preisen für Saatgut, einfachen landwirtschaftlichen Geräten, Hühnern, Wassertanks usw. Wir zeigen der Bevölkerung auf, was die derzeitige Übernutzung der Waldflächen für langfristige negative Folgen hat und wie sie das bereits gerodete Land besser nutzen können.

Ziel 17: Umsetzungsmittel stärken und die Globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung mit neuem Leben erfüllen

Wissensaustausch mit Nordkorea:
Durch die fortwährende Isolation war die gegenseitige Vertrauensbasis zu anderen Ländern erschwert und machte eine längerfristig ausgerichtete Entwicklungszusammenarbeit schwierig. Erfolgversprechend zeigten sich gezielt ausgewählte Entwicklungsprojekte, die die Lebensmittelproduktion und die Energieversorgung im Land fördern. Diese Zusammenarbeit mit Projektpartnern im Land ermöglicht ein neues konstruktives Vertrauen, wobei unsere Unterstützung bewusst auf eine Hilfe zur Selbsthilfe abzielt und dem Wunsch des Landes für Eigenständigkeit Rechnung trägt. Als unabhängige Vertrauenspersonen bemühen wir uns zudem, ein differenziertes Bild über Korea zu vermitteln und ermöglichen Nordkoreanern im Rahmen von Berufspraktika einen natürlichen Zugang zu anderen Ländern

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