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„Leben in Freiheit“ – in Afrika

Seit sechs Jahren gibt es das Ausbildungsprogramm „Leben in Freiheit“ in frankofon Afrika. Was hat sich seither verändert?

Der Beginn

Es ist bereits sechs Jahre her, seit die Ausbildung zu „Leben in Freiheit“ in Ruanda und Burundi vorgestellt wurde. Das Material wurde bereits vorgängig auf Französisch übersetzt und der Übersetzer war bereit, die Materialien anderen französischsprechenden Ländern zur Verfügung zu stellen, speziell den Ländern in frankofon Afrika. Dafür wurde im Jahr 2011 die erste Konferenz in Ruanda organisiert. Aber was gibt es nun, sechs Jahre später, für Entwicklungen?

Entwicklung

Mit der Ausbildung „Leben in Freiheit“ haben wir mittlerweile über 9500 Leiter aus mindestens 10 verschiedenen Ländern in Afrika berührt.

Kurz nach der ersten Konferenz kam ich, Noel, in das „Leben in Freiheit“-Team. Ich hatte 2012 an der Schulung in der Schweiz teilgenommen. Das hat mein Leben radikal verändert. Der Einfluss dieses Kurses war in meinem Leben so massiv, dass ich begann, „Leben in Freiheit“ als Teil meines Dienstes zu sehen. So konnte ich fast von Beginn weg mithelfen, den Kurs für frankofon Afrika zu multiplizieren.

Strategie

In jedem Land, in dem wir den Kurs vorstellen, arbeiten wir mit den lokalen Mitarbeitenden zusammen. Sie sind es, welche die Konferenz organisieren. Sie laden die Leiter von verschiedenen Kirchen und christlichen Werken aus der Region ein. Wir kommen mit einer Gruppe aus der Schweiz hinzu und bilden die Leute während drei Tagen aus.

Ein sehr wichtiger Aspekt ist, dass eine lokale Gruppe nach der Konferenz die Multiplikation übernimmt und weitere Ausbildungen im Land vorantreibt. Wenn wir die Gelegenheit dazu haben, kommen wir ein- oder zwei Mal zurück und halten Konferenzen mit den lokalen Multiplikatoren. Unsere Rolle besteht weiterhin darin, sie vor allem finanziell zu unterstützen. Ein Ziel ist, die Kursmaterialien vor Ort zu drucken. So kann der Kurs „Leben in Freiheit“ in diverse afrikanische Länder multipliziert werden.

Manchmal gibt es keine Multiplikation

Dies ist das wünschenswerte Szenario. Es gab aber auch zwei oder drei Länder, wo wir eine erste Schulung durchgeführt haben, wo aber auch zwei oder drei Jahre später keine nachfolgende Schulung organisiert worden ist. Nicht jedes Land ist gleich. In manchen funktioniert die Strategie, in anderen nicht. An Orten, wo sich das Tool „Leben in Freiheit“ nicht durchgesetzt hat, gibt es anderes, wodurch Gott sein Reich sichtbar macht und das erfreut uns gleichermassen!

Was verändert sich?

Wir sind immer noch berührt von den tiefen Veränderungen, die Gott in den einzelnen Leben und Herzen der Kursteilnehmer bewirkt. Die Wahrheit hat eine verändernde Kraft und wir erleben dies an den Konferenzen jeweils „live“.

Wir waren zum Beispiel letzten November im Tschad. Nach der Konferenz kam ein Teilnehmer nach vorne und erzählte vor mehr als 250 Personen, wie Gott ihn von Scham befreit hat. Was für eine Veränderung! Auch in anderen Ländern sehen wir, wie Christen von Blockaden befreit, selber beginnen, Veränderung zu bewirken. Sie leben Gottes Werte aus und überwinden ihre Grenzen.

Ein neues Land

Gott schenkt uns auch immer wieder einen Zugang zu neuen Ländern. Seit vier Jahren versuchen wir schon, „Leben in Freiheit“ in Zentralafrika vorzustellen. Nun ist es endlich möglich und wir können dieses Jahr in Bangui eine dreitägige Konferenz mit ca. 600 Teilnehmenden, mehrheitlich Leiterpersonen, durchführen.

Wir sind der tiefen Überzeugung, dass Gott die Inhalte des Kurses gebrauchen und den Verantwortlichen aus Zentralafrika innere Heilung schenken wird. Der Bürgerkrieg von 2013 hat Zorn, Hass und Verzweiflung zurückgelassen. Der Inhalt von „Leben in Freiheit“ soll helfen, diese Folgen zu überwinden und Blockaden aufzulösen. Sie zu einem Leben als Söhne und Töchter des höchsten Königs freizusetzen. Wir sind gespannt, was für Grenzen Gott dort sprengen wird!

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