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 | Noch bevor
es wirklich warm wird in Korea, werden die jungen Ziegen geboren. Eine
der wohl intensivsten Zeiten innerhalb eines Jahres für die Ziegenhirtinnen.
Im Kerzenlicht oder einfach nur im Mondschein wird manche Nacht durchwacht,
um keine Geburt zu verpassen und wenn nötig Hilfestellung zu geben.
Stolz präsentierten sie ihre Tiere, insbesondere wenn es gesunde Drillinge
oder sogar Vierlinge waren. Jede Hirtin versorgt in der
Regel gegen 30 Ziegen und auch deren Jungtiere. Wenn wir genaue Auskunft
über die Gesundheit oder Milchleistungen der Tiere haben wollten,
mussten wir auf die Hirtinnen zurückgreifen. Jedem der Tiere hatten
sie je nach Charakter oder Aussehen einen Namen gegeben. Die Sorge für
die Tiere kann teilweise so gross sein, dass sie den jungen Tieren, gerade
sollten sie krank werden, teilweise die gleiche Behandlung zukommen liessen
wie sie es von den Menschen kannten. Speziell zubereitete Suppen oder Tees
sollten helfen, die Ziegen am Leben zu erhalten, selbst wenn nicht viel
Hoffnung für ein Überleben der Tiere bestand. Gebrochene Beine
wurden so gut wies ging geschient und gepflegt, und wenn der Patient mehr
Betreuung brauchte, schlief die Hirtin entweder direkt bei den Ziegen oder
aber der Patient bei ihrer Hirtin. In allem wurde immer wieder
sichtbar, wie stark die Hirtinnen für ihre Ziegen lebten. Aber nicht
etwa, weil sie die jungen Tiere wie Menschen verehrten, und wohl auch nicht
nur, weil sie ihre Lebensgrundlage bedeuteten. Vielleicht ist es viel mehr
darum, weil die Hirtinnen dadurch auch etwas von der ungebändigten
Lebensfreude, die junge Ziegen in sich tragen, auf sich selber übertragen
konnten. Und damit ihr Alltag mehr Farbe, Freude und Inhalt bot. Genau
so, wie es in den Sprüchen heisst: »Wer reichlich gibt,
wird
gelabt, und wer reichlich tränkt, der wird auch getränkt werden.“ Sprüche 11,25 Daniel Gerster  |

 | Sie
können sich sicher unsere Begeisterung vorstellen: „Unser“ Film wurde
an den Solothurner Filmtagen zweimal vorgeführt! Wie bitte? Unser
Film? Das kam so: Im August 2002 brachte die Zeitung „Der Bund“ einen ausführlichen
Bericht unter dem Titel „Im Simmental heuen und melken sieben Nordkoreaner“.
Dieser wurde auch von Markus Baumann gelesen, der selber schon in Nordkorea
war und er fragte uns an, ob er über unser Projekt einen Film drehen
könnte. Zusammen mit dem Regisseur Hugo Sigrist hatte er bereits Erfahrung
im Hilfswerkbereich, sowie schon einmal in Asien gedreht. Die Idee war,
einen unserer nordkoreanischen Praktikanten zu begleiten in der Schweiz,
wie auch bei ihm Zuhause in Korea. Die Drehs in der Schweiz im 2004 klappten
- doch leider war es dann nicht möglich, nach Korea zu reisen. Trotzdem
ist aus dem vorhandenen Filmmaterial, unseren Fotos aus Korea und Berichten
von z.B. Peter Achten die „Achse des Guten“ entstanden. Bereits wurde der Film im
kleinen Rahmen einmal in der Lenk und in Bern aufgeführt. Aktuelle
Infos, wo der Film läuft werden auch laufend auf www.agape.ch/nordkorea
aktualisiert. Besuchen Sie doch auch die Homepage der Filmer: www.visuellemedien.ch Unter „Aktuelles“ wird der Film vorgestellt, unter „Presse“ gibt’s weitere
Bilder. Anschliessend an die Solothurner
Vorführung stand „Diskussion“ auf dem Programm - für mich ebenso
spannend und bereichernd wie der Film: Hanspeter Nüesch: „...
herzlich danken für die Realisierung dieses Films, ich habe ihn sehr
positiv empfunden.“ Zuschauer: „Ich bin erschüttert,
wie gedemütigt der Nordkoreaner dagestanden ist, ich fand es brutal.“ Hugo Sigrist (Regie): „Die
Darsteller und Verantwortlichen haben vieles gelernt aus dem Film (...)
ich selber habe die Leute lieb gewonnen.“ Zuschauer: „Für uns
sind die Bergbauern fast exotischer als die Nordkoreaner.“ Zuschauer: „der interkulturelle
Austausch kam gut rüber.“ Anita Burckhardt  |
| „Wir
hoffen, doch noch nach Nordkorea filmen gehen zu können. Mein Traum
ist es, den Film in Nordkora zu zeigen, am Filmfestival.“ Markus Baumann
(Kamera) |


Produktion und Vertrieb: Büro für visuelle
Medien – www.visuellemedien.chAktuelle Infos, wo der Film
läuft werden laufend auf www.agape.ch/nordkorea aktualisiert. | | +++
NEU +++ NEU +++ | Gerade haben wir erfahren: Das Cinéma Lenk zeigt
über Ostern „Achse des Guten“! Sa 7. 4. 15 Uhr / So 8.4.
10:30 Uhr Cinéma Lenk Gässli 3775 Lenk 033 733 33 43 |
| Was wolltet ihr mit diesem
Dokumentarfilm einfangen und zeigen? Markus: Da man wenig weiss
über Nordkorea, da wollte ich eine andere Seite zeigen als das Militärische,
die Massenaufmärsche. Denn es gibt auch ganz normale Leute. Das hat
mich sehr interessiert. Hugo: Beim realen Kontakt
habe ich gemerkt, dass die Nordkoreaner Leute sind wie du und ich. Schon
anders. Aber als Grundmuster Menschen wie du und ich. Das wollte ich zeigen.
Und das Exotische der Bergbauern. Welche Schwierigkeiten
ergaben sich bei der Umsetzung? Markus: Wir bekamen nie
verbindliche Zusagen von den Nordkoreanischen Behörden für den
Dreh im Land. Als Folge davon gab es auch kein Geld bei den angefragten
offiziellen Filmförderungsstellen in der Schweiz. Hugo: Das Finanzielle, daran
kauen wir noch immer. Wir haben alle Ersparnisse reingesteckt in diesen
Film. Noch haben wir aber keinen richtigen Lohn für unsere Arbeit
bekommen. Was waren ermutigende
Erlebnisse während der Realisation? Hugo: Für mich war
es spannend in die nordkoreanische Welt reinzuschauen und auch in Welt
der Bergbauern. Zu merken, was das heisst, das Leben auf der Alp. Ich habe
mir immer vorgestellt, wie es wäre, wenn ein Schweizer Landwirtschaftsbeamter
für vier Monate nach Nordkorea auf eine Alp geschickt würde.
Auch ich habe erst mit der Zeit gemerkt, dass einige dieser Nordkoreaner
Fachexperten mit einer einflussreichen Stellung sind. Bei einzelnen funktionierte
das Zusammenleben mit den Schweizern besser, bei Kim Pyong Ryong, dem Hauptdarsteller
im Film und seiner Gastfamilie war es eher schwierig. Aber das macht den
Film sehr spannend. Wie hat sich euer Bild
über die Menschen Nordkoreas verändert? Markus: Ich habe Menschen
gesehen und erlebt, die für mich vorher Marionetten waren (so habe
ich das bei meinem ersten Besuch 1990 in Nordkorea empfunden). Da war keine
Nähe. Beim Drehen gab es Momente, wo ich den Eindruck gewann, wenn
wir uns in Nordkorea wieder begegnen, dann werde ich anders angeschaut,
nicht mehr als ein Tourist. Ihr habt gesagt, ihr hättet
die Menschen lieb gewonnen? Markus: Ich habe diese Menschen
gerne bekommen. Ja das stimmt für uns beide. Das ist das was bleibt. Hugo: Für mich ist
es das, was sich verändert hat bei mir, dass die Koreaner Menschen
sind, nicht „Monster“. Auch im Titel drücke ich das aus: Achse des
Guten. Der ist auch mehrdeutig. Plakativ. Weder „Achse des Guten“ noch
„Achse des Bösen“ ist ganz umfassend. Oder wie es der Übersetzer
Herr Kim einmal sagt: „Ich bin auch nur ein Mensch. Ich habe jeden Tag
Sehnsucht nach zu Hause.“ Ich glaube, die Nordkoreaner wären todunglücklich
hier, trotz Wohlstand, weil ihre Lieben fehlen. Als Langzeitperspektive,
könnte man einen Nachfolgefilm drehen – das wäre sehr spannend.
Wenn wir doch nach Nordkorea könnten und diese Koreaner dort besuchen
und filmen könnten. Wovon träumt ihr? Markus: Konkret haben wir
den Film am Spiez Filmfestival eingereicht (16.-20.5.2007). Dann gab es
eine Anfrage vom Alpenfilmfestival in Les Diablerets (11.-18. August 2007).
Und dann sind wir mit verschiedenen Kinos in Bern und im Berner Oberland
im Gespräch. Und dann natürlich Pyongyang, das Filmfestival.
Das ist der grosse Traum. Das Highlight. Hugo: Ja, und dass der Film
am Fernsehen in der Schweiz und in Deutschland gezeigt wird.  | |  |
| +++AKTUELL+++AKTUELL+++AKTUELL+++AKTUELL+++AKTUELL+++ |
 Ausbildung im Ausland
- ein wichtiges Standbein unserer Arbeit Ein spezieller Beitrag in
der Wissensvermittlung der letzten 10 Jahre war die Ausbildung von insgesamt
100 Nordkoreanern in der Schweiz, hauptsächlich im Agrarbereich. Noch diesen Monat sollen
mehrere Fachleute aus dem Bereich Futterbau eine zweiwöchige Weiterbildung
in der Schweiz besuchen. Dabei finanzieren die Koreaner
die Reise selber, wir übernehmen die Organisation von Schulung über
Exkursionen bis zur Unterkunft in der Schweiz.
Wir planen - Sie sind mit
daran beteiligt! Danke für Ihr Mittragen, wir sind wirklich dringend
auf Sie angewiesen!   Wir sind begeistert!
Nun ist es ganz klar: Auch
das vergangene Jahr 2006 können wir finanziell knapp ausgewogen abschliessen.
Es ist einmal mehr ein Wunder - danke Gott! Danke Ihnen, lieber Spender,
liebe Spenderin! Damit wir aber weiter arbeiten
können, brauchen wir dringend zusätzlich Hilfe. Ohne ein kleines
finanzielles „Polster“ ist es sehr schwierig, die folgenden Monate zu planen.
Wir wollen kein Geld ausgeben, das wir gar nicht besitzen. Vielen Dank
für Ihre Mithilfe, dass wir auch weiterhin Menschen Hilfe und Hoffnung
vermitteln dürfen.  
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