


Die
Freude der Kinder ist gross! |
Projektarbeit einmal ganz
anders:
Möchtest
du einen Bär oder lieber ein Autöli?“ Auf so eine Frage konnten
mir die koreanischen Kinder keine Antwort geben. Alle Spielsachen bestaunten
sie mit grossen Augen. Und für jedes Geschenk erhielt ich ein höfliches
„komapsumnida“ mit einer Verbeugung.
Nach der Verteilung durften
die Kinder dann im Schulhof spielen, und da habe ich gesehen, dass sie
wirklich Freude an den Spielsachen aus der Schweiz haben. Fünf Kisten
mit Plüschbären, Puppen, Kinderbüchern, Autos, Holzspielsachen
und Kinderkleidern durfte ich im Norden Koreas im Kindergarten von Namsang
verteilen. Die Sachen wurden vor einem Jahr in der Schweiz gesammelt. Danke
allen Spenderinnen und Spendern!
Für die Übergabe
hatten sich alle – die Kindergärtnerinnen und ihre 3- bis 5 –jährigen
Schützlinge – festlich herausgeputzt. Begrüsst wurden wir mit
einem Lied und Blumen. Es ist faszinierend, wie schon die kleinen Kinder
die weichen Tanzbewegungen beherrschen. Nachher führten die Kinder
einen kleinen Wettkampf um einen Ball für uns auf. Schliesslich durfte
ich hautnah erleben, wie die koreanischen Kinder lernen, in Reih und Glied
einzustehen und abzumarschieren.
Der Kindergarten unterscheidet
sich sehr von einem Kindergarten, wie ich ihn aus der Schweiz kenne! Deshalb
habe ich mich umso mehr gefreut, den Kindern Spielsachen und damit auch
ein bisschen unbeschwerte Zeit bringen zu dürfen.“
Katja Schaffer, Pjöngjang 

Nicht
unsere Hauptaufgabe - aber etwas, was Herzen erfreut: Spielsachen verteilen
... |
Liebe
Leserin, lieber Leser Helfen Sie uns?Bald sind es 10 Jahre her,
seit wir uns in Nordkorea zu engagieren begonnen haben. Aus kleinen Anfängen
ist ein breit anerkanntes Projekt entstanden. Wir wissen die gute Zusammenarbeit
mit unseren koreanischen Partnern zu schätzen - und in all der Zeit
sind Sie daran mitbeteiligt gewesen! Unzählige Menschen wie
Sie haben uns in vielerlei Hinsicht unterstützt in unseren Bemühungen,
der Bevölkerung ein breiteres Nahrungsmittelangebot zu ermöglichen,
Mut und Hoffnung zu vermitteln. Danke vielmals für Ihr Vertrauen in
uns! Vieles hat sich seither
zu verändern begonnen. Es sind kleine Schritte. Noch ist es nicht
so weit, dass wir uns zurückziehen könnten. Wir sehen noch viel
Schulungsbedarf, die Nahrungsmittelversorgung bleibt schwierig. Wir sehen
es als unsere Aufgabe, weiterhin dran zu bleiben - solange sich auf dem
politischen Parkett nichts Wesentliches tut, bleibt es unsere Aufgabe,
den Menschen zu dienen, die unsere Hilfe am meisten brauchen. Wir merken aber auch, dass
die Bereitschaft, ein Projekt über längere Zeit zu finanzieren
abnimmt. Es scheint sich ja in Nordkorea nur wenig zu verändern -
aber für die einzelnen betroffenen Menschen machen wir einen Unterschied! Darum bitte ich Sie, uns
weiterhin darin zu unterstützen. Danke für Ihre Hilfe! Anita Burckhardt Fundraising für Nordkorea |  |
| +++ AKTUELLES +++ AKTUELLES
+++ AKTUELLES +++ AKTUELLES +++ |
Knowhow-Transfer Alle Standorte werden den
Sommer hindurch mehrfach besucht, nach Bedarf lassen sich Käserinnen
wie Tierzüchter beraten in Tiergesundheit,
Futterkonservierung und
Milchverarbeitung. | Neue Milchverarbeitungszentren Zwei neue Standorte, einmal
in Bubang an der Ostküste und einmal im Auftrag der DEZA ganz im Norden, in Dähongdan, werden mit Molkereianlagen ausgerüstet
und die lokalen Mitarbeiter ausgebildet für ihre ersten Versuche in
der Milchverarbeitung. | Praktikanten in der Schweiz Zusätzlich weilen 10
nordkoreanische Praktikanten in der Schweiz zur viermonatigen Ausbildung auf Bergbauernhöfen im
Lugnez und Berner Oberland. |

Die Käsermeisterin
Géraldine Schüpbach verbrachte drei anstrengende Wochen ganz
im Norden des Landes, ohne jedwelche Kommunikationsmöglichkeit mit
dem Schweizer Büro, ohne abendlichen Disco-Besuch, drei Tagereisen
entfernt von Pjöngjang - dafür in nächster Nähe des
legendären Päkdu-Berges. Sie schreibt nach ihrer Rückkehr:
Vielen
Dank für das Super-Erlebnis, das ich hier in Korea haben darf! Ja,
diese 19 Tage in Dähongdan waren sehr erfolgreich – beruflich wie
persönlich. Natürlich hat nicht alles sofort geklappt, als ich
am Samstag in die Käserei kam war noch nichts da ... Kein Podest für
den Kessel, einfach nichts ... Sie haben auf meine Ankunft gewartet – entgegen
den Abmachungen, was mich schon sehr ärgerte. Aber schlussendlich
zählt das Endresultat: vor meiner Abfahrt konnten wir doch viermal
produzieren (sowohl Käse wie Joghurt). Ich bin zuversichtlich, dass
es dort gut weiter gehen wird. Die Käserinnen sind sehr motiviert,
ebenfalls die Kader der Stadt.“ ?

Dieses
Mädchen kommt nun in den Genuss von Joghurt! |

Im April trifft die Agronomin
Katja Schaffer in Nordkorea ein, kurz darauf folgt ihr die Käsermeisterin
Géraldine Schüpbach. Ein Gespräch über ihre ersten
Eindrücke:
Katja Schaffer: Auf
dem Weg vom Flughafen zu meinem neuen Zuhause in Pjöngjang habe ich
gestaunt: Ich habe mindestens 15 Polstergruppen gesehen, welche von Koreanerinnen
auf kleinen Wägelchen durch die Strassen gezogen wurden! Dass dies
gleich eine der grössten Herausforderungen Nordkoreas zeigt, ist mir
einige Tage später bewusst geworden. Effiziente Transportmittel fehlen
an allen Ecken und Enden und schränken so die wirtschaftliche Entwicklung
stark ein. Was ist bei dir vom ersten Tag hängen geblieben, Géraldine?

Ein
Sofa wird nach Hause transportiert. |
Géraldine Schüpbach: Ich war überrascht vom guten Komfort, den ich in unserer Wohnung angetroffen
habe. Die Dusche funktioniert, meistens kommt Wasser. Ich hatte mir die
Stadt ganz anders vorgestellt, viel ärmer. Natürlich sind die
Leute arm, aber auf den ersten Blick und in den grossen Strassen Pjöngjangs
ist die Armut nicht unbedingt sichtbar. Und die Leute achten sehr darauf,
sich schick und sauber anzuziehen.
Katja: Ja genau, ich
war auf jeden Fall auch froh, dass ich vor meiner Einreise noch ein paar
Kurzarmblusen gekauft hatte! Ich versuche, mich mehr oder weniger entsprechend
den Gewohnheiten im Land zu kleiden. Obwohl mir das besonders jetzt, wo
es heiss ist, schwer fällt ... Shorts und ärmellose T-Shirts
tragen die Koreanerinnen nicht. Allerdings habe ich auch festgestellt,
dass Ausländer sich mehr oder weniger benehmen können, wie sie
wollen. Fauxpas werden einfach unter „Ausländer“ abgebucht. Wir sind
sowieso Fremdkörper, und das bekommen wir auch oft zu spüren.
Wie erlebst du die Beziehungen zu den Leuten?
Géraldine: Die Koreaner in unserem Team sind sehr freundlich und hilfsbereit. Ich
merke aber, dass sie Vieles vor uns verstecken (müssen). Von ihren
Gefühlen reden sie nie. Irgendwie ist da immer eine Wand zwischen
uns, obwohl wir ja sehr viel Zeit miteinander verbringen. Gespräche
bleiben einfach immer an dem Punkt stehen, wo es zu persönlich wird.
Ziemlich Mühe hatte
ich am Anfang auch, dass einigen Koreanern eine schweizerische Eigenschaft
fehlt, Pünktlichkeit.
Katja: Und ich tat
mich schwer mit der koreanischen Art der Gastfreundschaft: Die Gäste
sollen viel essen. Auf unseren Standorten decken die Frauen drei Mal täglich
den Tisch reich. Der Dorfchef fordert mich während des Essens immer
wieder auf, mehr zu essen. Ich muss oft wiederholen, dass es sehr fein
sei, ich aber schon mehr als genug gegessen hätte. Manchmal vergeht
mir auch der Appetit beim Anblick der vielen Speisen und beim Gedanken
daran, dass in diesem Land viele Menschen sehr wenig zu essen haben. Gastfreundschaft
heisst hier, dem Gast das Beste reichlich anzubieten.
Géraldine: Ja, das ging mir auch so. Trotzdem habe ich die Zeit hier als sehr wertvoll
erlebt. Sehr schön war für mich, Gottes Nähe intensiv zu
spüren. Daraus schöpfte ich Kraft und Zuversicht?

Zur
Abwechslung gibts heute Muscheln und Sushi - mmh! |


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