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Alternativenergie English

 

Wind - Sonne - Wasser - Biogas
 
Die Industrialisierung der Koreanisch Demokratischen Volksrepublik (KDVR) begann in den 1970er Jahren und basierte hauptsächlich auf der Energiegewinnung durch Kohle. Seither erlebte das Land stetiges ökonomisches Wachstum mit einer parallel dazu wachsender Produktion und Verbrauch an Kohle. Seit Mitte der 90er Jahre jedoch gab es verschiedene wirtschaftliche Rückschläge, hauptsächlich verursacht durch Naturkatastrophen und andere Gründe. Speziell die Krise im Energiesektor verhinderte die weitere Wirtschaftsentwicklung.
Kohle, mit 70% Anteil bei der Primärenergie, wird in der Qualität immer schlechter und die Bedingungen zur Kohlegewinnung werden immer schwieriger. Die Aussichten einer langfristigen gesicherten Energieversorgung sind düster. Da fast die ganze Wirtschaft des Landes abhängig von Kohle war führte dies zu Chaos und baute riesige Hürden auf dem Weg der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes auf.
Zusätzliche Schwierigkeiten bringt die Tatsache, dass die KDVR bisher keine eigenen Ölfelder entdeckt hat und Erdöl für die Deckung der Energie im Transportsektor importiert. Die Schwankungen am weltweiten Erdölmarkt verteuerten die Energieversorgung in der KDVR zusätzlich und machte sie anfällig auf Einflüsse von aussen.
Dieses Manko an fossilen Energieträgern im Land forderte neue Lösungen bei der Energieversorgung.

Korea ist auf drei Seiten vom Meer umgeben und 18% der Gesamtfläche haben Windressourcen mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 4.5 m/s mit einem Gesamtpotential von 4000 MW. Für einzelne Küstengebiete wurden sogar durchschnittliche Windgeschwindigkeiten von 6 m/s gemessen und in erhöhten Bergebieten sogar 8 m/s.

Fast die ganze Westküste mit Millionen Hektaren von den Gezeiten unterworfenen Gebieten eignet sich für die Installation von grossmassstäblichen Windturbinen. Die ablandigen Winde sind besonders stark am Westmeer der KDVR mit Winden aus Nordwesten von 8-10 m/s im Winter und 5-7 m/s aus südwestlicher Richtung im Sommer.

Die Regierung der KDVR setzte das „Umweltgesetzt“ (1986) und das „Energiegesetz“ (1998) in Kraft, wo Wind als Hauptquelle für die Entwicklung und Nutzung erneuerbarer Energiequellen aufgeführt wird. Als Unterzeichner der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen setzt die Regierung mit dem Fokus auf Windenergie einen Schwerpunkt bei der Reduktion von CO2-Produzenten und deren Ersatz bei der Elektrizitätsgewinnung.

Die KDVR konkretisiert zurzeit die neue nationale Strategie zur Windenergienutzung.
Das Ziel ist bis ins Jahr 2020 eine Kapazität von 500 MW an Windturbinen zu installieren. Diese Grossanlagen sollen hauptsächlich in Windfarmen im Marschland und auf den Deichen an der Westküste aufgestellt werden.

Das Projekt von Agape international ist als Ergänzung dazu gedacht und will mit kleinen, selber baubaren Windrädern Windenergie in ländlichen Gebieten kurzfristig verfügbar machen.