Benzinmangel und das Verbot, Treibstoff in Kanistern mitzuführen, vereitelten mehrfach die Reise ins 250 Kilometer entfernte Lomerio. Ich nutzte die Zeit, um mehr über kleine, fleissige Insekten zu erfahren, die sich in unserem Innenhof – mitten in der Stadt Santa Cruz – angesiedelt hatten: die einheimische Biene Tetragonisca angustula. Wir nennen sie auch «Señorita» (Fräulein) oder «Angelito» (Engelchen), weil sie keinen Stachel hat und sehr klein ist, gerade einmal 4-5mm lang.

Honigproduktion

Das Fehlen eines Stachels macht den Umgang mit diesen Bienen besonders einfach. Ihr Honig wird nicht nur als Nahrungsmittel geschätzt, sondern findet auch in der traditionellen Medizin Verwendung – insbesondere zur Behandlung von Augeninfektionen.

Natürlich war ich daran interessiert, diesen köstlichen Honig zu gewinnen. Vor allem aber wollte ich lernen, wie man die Bienenstöcke zum richtigen Zeitpunkt teilt und vermehrt. Videos und Artikel im Internet berichten, dass diese Bienenart ein- bis zweimal im Jahr eine Königin hervorbringt, die später einen neuen Bienenstock gründet.

Als ich zur angegebenen Zeit in zwei unserer drei Bienenstöcke je eine junge Königin fand, gelang es mir, zusammen mit einem Teil des Nests diese in neue Bienenhäuschen umsiedeln und so neue Kolonien zu starten.

Multiplikation

Das Gelernte gab ich unseren lokalen Projektbetreuern weiter. In den ländlichen Gegenden sind die «Señoritas» ebenfalls weit verbreitet. Das Problem ist, dass die Bienennester oft zerstört werden, um den Honig zu ernten. Ignacio Garcia war begeistert, als er erfuhr, dass durch fachgerechten Umgang die Bienenkolonien nicht nur erhalten, sondern sogar vermehrt werden können.

Bei der nächsten Gelegenheit besuchte mich Ignacio, um sich die Bienenkolonien vor Ort anzusehen und Material für die ersten Bienenhäuschen in Lomerio mitzunehmen. Zu Hause siedelte er als Erstes ein Volk um, das vor seinem Haus in einem alten Baumstamm wohnte. Bald werden die Königinnen gross genug sein, um dieses Nest zu teilen. Bald gibt es in Lomerio mehr Bienenvölker und damit mehr Honig. Ein neues Projekt zur Dorfentwicklung ist geboren!

Mehr zum Engagement von Agape international in Bolivien liest du hier:

https://www.agape.ch/was-wir-tun/bolivien/

Der Wiedereintritt ist holprig. Bewusst machen wir uns von himmlischen Zuständen – in Form von vollen Läden und Tanksäulen, immer verfügbarem Strom und Wasser, funktionierenden ÖV, etc. – auf in die kubanische Realität. Zuerst finden wir heraus, was am Haus alles kaputt gegangen ist. Beim ersten grossen Gewitter fällt ein faustdicker Steinbrocken aus einer Innenwand. Der Trinkwasserfilter ist verstopft. Die WC-Spülung ist kaputt. Wir knobeln darum, wer zuerst in den Märkten Früchte und Gemüse suchen soll und wer versucht, Benzin zu holen. Am zweiten Tag bricht das nationale Stromnetz zusammen. Mental immer noch in der Schweiz, nehmen wir den Generator aus dem Keller, füllen die Wassertanks auf dem Dach und erledigen die Wäsche. Soweit so gut.

Mittendrin drücken, Gott sei Dank, andere Realitäten durch. Trotz aller Bedrängnisse und Hindernisse werden Kinderlager mit 100 Kindern durchgeführt. Ehepaare besuchen den Paarkurs. Bei Stromausfall kommen sie einfach nächste Woche wieder. Junge Erwachsene und Frauen nehmen begeistert an unseren Führungskursen teil. Pläne fürs neue Jahr werden geschmiedet. Wir staunen und sind dankbar, dass drei Mitarbeiter nach einem Familienbesuch im Ausland wieder zurückgekommen sind. «Das ist Berufung, wir können diese Kinder und Menschen nicht alleine lassen!», sagen die Mitarbeiter, die vor ein paar Jahren dank der Jungschar-Arbeit eine Hauskirche gründen konnten. Im Angesicht des riesigen Exodus von Freunden und Familienangehörigen. Denn wer kann, verlässt die Insel. Warum kommen sie wieder zurück? Warum kommen wir zurück? Warum versucht der Mitarbeiter vom Kinder Ernährungsprojekt nach den geplatzten Reiseplänen in den Osten Kubas (ein Anschluss von ca. 200 km war mit dem ÖV nicht gewährleistet) ein paar Monate später nochmals sein Glück? «Weil die Leute mich erwarten. Sie wissen, dass ich nicht nur Projektcontrolling mache, sondern mich für sie und ihre Gesundheit interessiere, mit ihnen koche oder einkaufe.»

Kuba ist fürwahr kein Eiland mit himmlischen Bedingungen. Aber wir haben Leute im Team, die ihre Vision nicht aus den Augen verlieren, die Durchhaltewillen zeigen. Sie zeigen ihre Liebe für die Menschen um sie herum, indem sie sie ein Stück in ihrem Leben begleiten. Wir staunen, wie Gott seine Arbeit tut, Herzen bewegt und Energien im Dienste der Menschen freisetzt.

In einfachsten Häusern hiessen uns die Menschen freudig willkommen. Ein alter Mann singt vor Freude ein improvisiertes Lied. Als ich ihm ein Kilo Milchpulver gebe, lächelt er über das wertvolle Paket in seinen Händen. Einen Monatslohn müsste er dafür ausgeben – wenn er denn welche bekommen würde: «Schon seit neun Monaten habe ich keine Milch mehr gesehen!»

Kuba ist die grösste Insel in der Karibik. Regelmässige Wirbelstürme richten Schäden an. Noch mehr leidet die Bevölkerung Kubas unter internationalen Sanktionen und Misswirtschaft. Es herrscht Nahrungsmittel- und Benzinknappheit. Wegen mangelnder Zukunftsperspektiven verlassen viele Kubaner die Insel, sobald sich ihnen eine Möglichkeit bietet. Die Strassen sind schlecht. 2024 haben zwei Hurrikans und ein Erdbeben viel zerstört. Mit zwei Freunden beschlossen wir Pastorenfamilien mit dem Velo zu besuchen. Wir brachten Lebensmittel vorbei, die in ländlichen Gegenden nicht erhältlich sind. Aber vor allem nahmen wir uns Zeit für Gespräche.

In einem Dorf berührte uns die Geschichte des Gemeindeleiters. Obwohl er selbst wenig besitzt, lässt ihn die Armut seiner Gemeindeglieder nicht kalt. Als er vernahm, dass ein älteres Ehepaar – sie ist erblindet, er arbeitet als Korbmacher – beim Gemüsehändler zwei Stück Maniok nicht bezahlen konnte, ging er hin und bezahlte es aus dem eigenen Portemonnaie.

Auf unserer Reise hörten wir viele solche Geschichten. Mich beeindruckt das Engagement dieser Männer und Frauen in ihren Kirchgemeinden. Agape Kuba unterstützt seit 24 Jahren auf der ganzen Insel jährlich bis zu 500 einheimische Gemeindeleitende in ihrem Dienst. Die meisten leben in einfachen Verhältnissen. Meine Missionsreisen, ganz besonders diejenigen auf zwei Rädern, geben uns die Möglichkeit zu erfahren, ob die Unterstützung ankommt und zu sehen, wie unsere Partner sie einsetzen. Natürlich kam ich im November verschwitzt und mit müden Beinen nach Hause. Ermutigt von den Begegnungen begann ich mit der Planung einer weiteren Veloreise: Einige Wochen später radelten wir mit einem schweizerisch-kubanischen Team durch die Provinz Artemisa.

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Interview von Sara Rhyner

Sie leben in Kuba und im Libanon – in Ländern, die in Krisen stecken, die sich seit Jahren verschärfen. Im Interview erzählen Nicole Metzler Domingez (Kuba), Thomas und Lydia Liechti (Libanon), wie sie mit den Menschen vor Ort unterwegs sind und warum der Ausdruck «auf Augenhöhe» Ansichtssache ist.

Ihr seid über 20 Jahren in Ländern mit vielen Herausforderungen. Wie erlebt ihr das?

Nicole: Uns wird bewusst, wie privilegiert wir sind. Wir sind freiwillig im Land und könnten rein theoretisch jederzeit gehen. Das macht einen grossen Unterschied. Wenn Kubaner die Insel verlassen können, dann gehen sie. In den letzten 16 Monaten sind über 1 Million Kubaner ausgewandert.

Thomas: Das ist im Libanon nicht anders. Jeder, den ich kenne, versucht das Land zu verlassen. Kaum jemand sagt: «Ich bin glücklich hier». Für mich ist es einfacher. Ich habe zwei Beine: eines im Libanon, eines in der Schweiz. Dadurch bin ich wahrscheinlich emotional stabiler als die Libanesen, die keine Wahl haben. Durch die  Kraft des Heiligen Geistes, kann ich in dieser «instabilen» Situation da sein und die anderen mittragen in dem, was sie durchleben.

Euer Leben ist mit viel Verzicht verbunden. Was gibt euch die Motivation, vor Ort zu bleiben?

Nicole: In Kuba bleiben wir, wegen unseren Mitarbeitenden. Zwar habe ich ihnen gegenüber manchmal auch ein schlechtes Gewissen, weil ich als Schweizerin andere Möglichkeiten habe, aber wenn ich sehe, was unsere Arbeit bewirkt, dann weiss ich, dass wir hier richtig sind.

Lydia: Zu sehen, wie Jesus im Leben der Menschen um uns herum wirkt, gibt uns Schub. Es ist mit viel Freude verbunden, wenn durch unser Coaching Menschen aufblühen. Dann vergessen wir, wie schlimm das Leben um uns herum ist.

Habt ihr ein Beispiel?

Nicole: Ich bin zurück von einer Reise in den Osten der Insel. Ich habe 3 Leiterschaftskurse für Frauen gegeben. Mich beeindrucken die Frauen, die in Kuba leben und bleiben wollen. Es motiviert mich, mit ihnen zu arbeiten. Ich schaue mit ihnen Themen wie Berufung, Führung, Selbstvertrauen, Sexualität und/oder gewaltfreie Kommunikation. Bei den Kursinhalten bin ich auf die Wünsche der Frauen eingegangen. Ihre Begeisterung zu sehen und zu erleben, dass das, was ich ihnen erzähle, in ihren Herzen ankommt. Wenn ich die Frauen frage, was sie denn nach dem Kurs empfinden, sagen sie: «berührt», «geheilt», «bestärkt» oder «freigesetzt». Dann denke ich «Wow, deswegen bin ich hier!» Wir können in Kuba die Gaben, die Gott uns geschenkt hat, nutzen. Wir finden hier ein Gefäss, wo es ankommt. So lohnen sich die ganzen Strapazen mit Stromausfällen, Reisen mit maroden Verkehrsmitteln oder die Familie eine Woche allein zu lassen. Man muss bei jedem Projekt damit rechnen, dass es in die Hosen geht. Dann muss man warten und plötzlich – Jahre später – ist alles bereit dafür. Wie cool ist das?

Lydia: Wir hatten die Möglichkeit ein Seminar für Leitungspersonen in der Studentenarbeit aus Libanon, Syrien, Jordanien und Irak zu geben. Wir gaben Inhalte aus «Leben in Freiheit» und «Gottes Stimme hören» weiter. Es war so eindrücklich zu sehen, wie der Heilige Geist gewirkt hat. Während dem Seminar sind Teilnehmende aufgestanden und haben erzählt, wie der Heilige Geist wirkt. Das bereitet uns so viel Freude.

Welchen Stellenwert haben die Beziehungen, die ihr vor Ort pflegt?

Nicole: Es ist ein langfristiges Unterwegssein, das Zeit und Kraft braucht. Veränderungen brauchen Zeit. Die Frauenkurse wären nicht möglich gewesen, hätten wir nicht eine gute Beziehung den Verantwortlichen der Denominationen  – unsere Kursinhalte hätten sonst Unmut ausgelöst. Persönlich fehlen mir enge Freundinnen. In meiner Position ist das mit einheimischen Frauen nicht möglich. Die hierarchische Kultur lässt das nicht zu. Ich bleibe die Chefin.

Thomas: Ich treffe mich wöchentlich mit meinem Schwager – wir tauschen uns aus und lassen auch mal unsere «Herzen bluten». Dadurch, dass ich schon so lange im Land bin, werde ich nicht mehr als Ausländer wahrgenommen. Ich habe einfacheren Zugang zu den Menschen und werde eher als gleichwertig angesehen. Vor allem weil ich nach bald 30 Jahren die Sprache fliessend spreche. Endlich verstehe ich auch die Witze ohne ausführliche Erklärungen. Das war lange Zeit eine Hürde. Humor ist ein Schlüssel.

Lydia: Wir hatten das gleiche Schicksal wie die Libanesen. Wir haben unser Gespartes auf der Bank verloren. Wir konnten nicht mehr für die Schulkosten unserer Tochter aufkommen. Das gemeinsame Leid hat uns näher zu den Menschen gebracht. Weil wir das gleiche Schicksal erleben und die gleichen Sorgen haben. Ich habe Familie in Libanon und wir pflegen diese Beziehungen. In unserer Kultur zählt nicht die Begegnung auf Augenhöhe, sondern die herzliche Beziehung. Frauen, die ich begleite, geben mir Einblick in ihr Herz und sie wollen meine Meinung hören. Das ist ein Ausdruck dieser Herzensbeziehung. Das zählt und ist viel wichtiger als das, was wir in der Schweiz unter Augenhöhe verstehen.

Nicole: Wir haben in Kuba eine starke Hierarchie im Staat und auch in der Politik. Wenn ich Kurse gebe, sagen sie Profe zu mir – das heisst Lehrerin und drückt Wertschätzung aus. Die Kubanerinnen und Kubaner haben Schwierigkeiten, über die kulturellen Grenzen hinweg zu denken. In Kuba ist man sich gewohnt, dass einem alles befohlen wird. Deswegen müssen die Leute keine Selbstverantwortung übernehmen.

Könnte man sagen, dass in Kuba die Vertrauensebene wichtig ist?

Nicole: Es hat auf jeden Fall mit Vertrauen zu tun. Es ist wie ein Boden, der hier gar nicht existiert: Dass der Mitarbeiter erfahren darf, dass es der Chef eigentlich gut meint, sich in ihn investiert und ihm hilft. Viele Leute sind anfangs oberflächlich und werden erst mit der Zeit ehrlich. Notlügen helfen, um keine Verantwortung tragen zu müssen. Es geht uns  darum, Wissen zu vermitteln, damit sie Kompetenz erlangen, um Selbstverantwortung zu übernehmen. Unser Auftrag ist es, Gott und unsere Nächsten auf Augenhöhe zu begegnen. Das ist Teil der Versöhnung – miteinander einen Weg zu gehen. Da zeigt sich, welche Qualität der Glaube hat. Da sind wir schon sehr nahe am Kern der Botschaft. Es braucht einfach Zeit. Das passiert nicht in einem Jahr.

Was möchtet ihr sonst noch sagen?

Lydia: Die Menschen wollen nicht nur deine Worte, deine Expertise – das brauchen sie am wenigsten. Sie müssen dich beobachten können: Wie du dich ärgerst, wie du mit deinem Mann umgehst, wie du deine Kinder behandelst, wie du Entscheidungen triffst, wie du dich versöhnst – sie wollen dich beobachten und das braucht Jahre. Und dann ist dein Sein eine Botschaft. Sie haben dein Lebenszeugnis gelesen und gehört, bevor du Worte benutzt. Da spielt es eine grosse Rolle, über lange Zeit mit den Leuten unterwegs zu sein. Sie sprechen über dich und schicken die Freunde zu dir.

Nicole: Amen dazu! Beziehung, einen Weg zusammen gehen, darum geht es. Dann funktioniert es im Kleinen und vielleicht auch ganz anders als du gemeint hast. Beim zweiten Frauenkurs hatten sie zum Teil 14- 16 Stunden lang keinen Strom. Die Frauen konnten wegen der Hitze in der Nacht nicht schlafen. Einige sind 8 km zu Fuss gegangen, um den Kurs zu besuchen. Sie sind gekommen. Da haben die in Havanna gestaunt. Wenn diese Frauen so viel auf sich nehmen, um den Kurs zu besuchen, dann denken die anderen: «Wow, da lohnt es sich zu kommen.»

Thomas: Ich habe gelernt, dass ich viel Gnade mit mir selbst brauche auf dem Weg, den ich mit den Menschen unterwegs bin. Meine beiden Standbeine: Schweiz und Libanon – sind zwei so unterschiedlich. Der Kontext im Libanon funktioniert nicht so geradlinig wie wir es uns gewohnt sind und es braucht Zeit, in die Aufgaben hineinzuwachsen.

Situation in Kuba und Libanon:

Die Menschen in Libanon leiden unter den Folgen einer Wirtschaftskrise 2019; einer Explosion in Beiruts Hafen 2020, die Teile der Stadt zerstört hat; Erdbeben und den Konflikten im Nahen Osten.  Die Menschen vor Ort sind von Hunger und Armut bedroht – die Stromversorgung ist zusammengebrochen. Im Weltglücksbericht befindet sich der Libanon auf Platz 142 von 143 erfassten Ländern.

Kuba ist die grösste Insel in der Karibik. Regelmässige Wirbelstürme richten Schäden an. Noch mehr leidet die Bevölkerung Kubas unter internationalen Sanktionen. Es herrscht Nahrungsmittel- und Benzinknappheit. Wegen mangelnder Zukunftsperspektiven verlassen viele Kubaner die Insel, sobald sich ihnen eine Möglichkeit bietet.

Hier erfährst du mehr über unsere Arbeit in Kuba und im Libanon (Nahen Osten)

«Ich brachte kaum mehr einen Ton heraus, so heiser war ich, nachdem ich den ganzen Nachmittag mit unzähligen interessierten Studierenden über Gottes Liebe gesprochen hatte!» Das waren Deisys Worte nach dem «THE FOUR-Tag», den Campus für Christus Bolivien in Tarija organisiert hatte.

In drei der neun Kantonshauptstädte von Bolivien konnten wir THE FOUR-Schulungen durchführen. In den 15 Schulungen wurden um die 500 Menschen angeleitet, wie sie das Evangelium auf einfache und kreative Weise in ihrem Umfeld vermitteln können. Es ist jedes Mal eine besondere Freude, wenn wir anschliessend erfahren, dass die Teilnehmer das Gelernte auch praktisch umgesetzt haben. Oft sind die Kinder sehr unbefangen und ein Vorbild für die Erwachsenen.

Ernesto war das allererste Mal dabei, als eine Gruppe junger Leute mit Studierenden an der Universität von Jesus Christus erzählt hat. Ernesto war so begeistert, dass er anschliessend in einer anderen Stadt auch dabei sein wollte. Dabei lernte er nicht nur, wie er mit anderen über seinen Glauben sprechen kann, sondern vertiefte auch seine Beziehung mit Jesus. Wenige Monate später ist dieser junge Student voller Hingabe unterwegs und leitet eine Bibelstudiengruppe. Er begleitet nun andere junge Menschen auf ihrem Weg, Jesus besser kennenzulernen.

22 motivierte Teilnehmer haben an unserer ersten Schulung für THE FOUR-Kursleiter teilgenommen. Die meisten hatten schon eine THE FOUR-Schulung besucht und wollten jetzt erfahren, wie sie auch andere Schulen können. Eine Teilnehmerin hat uns schon mehrmals an Schulungen in Kirchen begleitet. Nach dem Kurs sagte sie: «Ich dachte öfters, ich würde auch gerne andere schulen. Jetzt nach der Schulung für Kursleiter habe ich gemerkt, dass es viel einfacher ist, als ich gedacht habe.»

«Es lohnt sich, das Evangelium selbst in Form von Matratzen zu verkündigen.»
Gilberto Domínguez Sosa, Projektleiter Agape international in Kuba

Mit Begeisterung hat unser Team in Kuba einen Container mit 100 Matratzen von GAiN entgegengenommen. Die Verteilung ist wegen der Treibstoffknappheit eine Herausforderung. 34 Stück konnte Gilberto persönlich in die Provinz bringen, die im vergangenen Jahr von Hurrikan Ian in Mitleidenschaft gezogen wurde. Ein Blick in die dankbaren Gesichter der Familien zeigte ihm einmal mehr, wie wichtig diese Form der Verkündigung ist.

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