Morgen begrüsst du mich in Xangana

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Ein Filmdreh zwischen Kohl, Salat und Mais in Maputo, Mosambik

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Mein Weg führt durch ein Labyrinth von Gemüsebeeten. Am Stadtrand von Maputo, Mosambik, wachsen Salat, Zwiebeln und vieles mehr. Ich bin hier für einen Filmdreh und suche nach Protagonisten für Erklärfilme zum «Gärtnern nach biblischen Prinzipien».

«Morgen begrüsst du mich in Xangana», verkündet mir Papa Mabunda mit ernster Miene. Ich hatte ihn gebeten, seine Felder für den Dreh von Lernvideos zur Verfügung zu stellen und als Protagonist mitzuwirken. Stolz präsentiert er die Felder seiner Genossenschaft. Zwischen Kohl, Mais und Bohnen habe ich ihm von unserer Idee der Filmclips erzählt:

Die Prinzipien des Gärtnerns nach biblischen Prinzipien (biologisch und nachhaltig) sind vielen Menschen im subsaharischen Afrika fremd. Naturschutz und Nachhaltigkeit werden nicht an Schulen vermittelt und die fortschreitende Klimaveränderung schafft neue Voraussetzungen. Menschen vor Ort erleben Misserfolge. Geplant ist der Dreh von 12 Lernvideos von 1-3 Minuten Länge, die die einzelnen Prinzipien erklären und dafür brauchen wir Papa Mabunda. Er erklärt sich bereit, am nächsten Morgen seine Felder für den Videodreh zur Verfügung zu stellen und ein paar Protagonisten – alle Feldarbeiterinnen und -arbeiter – zu organisieren. Ob das gelingt, werden wir morgen sehen.

Die Sprache der Wertschätzung

«Auxeni Papa Mabunda», begrüsse ich Papa Mabunda. Sein Gesicht hellt sich auf und er lacht. In sein Lachen stimmen sechs Feldarbeiterinnen und -arbeiter mit ein. Sie sind gekommen, um uns beim Dreh zu helfen – einfach so, ohne eine Entschädigung dafür zu erhalten. Sie folgen den Regieanweisungen und haben sichtlich Spass. Die Hilfe von Übersetzer Salvador ist von unschätzbarem Wert, denn er spricht auch fliessend Xangana. Vor und nach dem Dreh nehme ich mir Zeit, um mit Papa Mabunda die Felder anzuschauen und seinen Erklärungen zu lauschen. Die Gespräche brauchen mehr Zeit als der Dreh an sich. Doch es ist die Art, wie ich und das Projektteam unsere Wertschätzung zeigen können. «Das ist sehr wichtig in unserer Kultur», erzählt mir Salvador, «denn die Beziehung und die Gespräche gehen immer vor. Wenn du das nicht respektierst, kannst du die Leute auch nicht für dich gewinnen.»

Den Dreh konnten wir nach Plan abschliessen. Insgesamt haben 14 Protagonistinnen und Protagonisten mitgemacht – alle Feldarbeiterinnen und -arbeiter aus Maputo. Die Erklärungen auf Portugiesisch und Englisch haben wir nachträglich in einem Studio vor Ort aufgenommen. Nun fehlen noch die französischen Erklärungen und viel Arbeit für den Videoproduzenten, um die 12 Clips fertigzustellen. Wenn’s klappt, sind die Clips bis Ende Jahr auf einem WhatsApp-Kanal und YouTube-Kanal frei verfügbar – unter anderem dank Spenderinnen und Spendern an der Explo 25.

Wie geht biblisch Gärtnern?

Agape international ermöglicht unter anderem Gartenschulungen (Gärtnern nach biblischen Prinzipien) in verschiedenen Ländern Afrikas. In der Bibel gibt Gott den Menschen den Auftrag, die Erde zu bebauen und zu bewahren. Nach diesem Prinzip ermutigen wir unsere Partner zu verantwortungsbewusstem, biologischem und nachhaltigem Pflanzenanbau. Die Teilnehmenden lernen biologische Methoden zur Bodenverbesserung, Saatgutgewinnung und Schädlingsbekämpfung. Der Fokus liegt auf dem Anbau traditioneller, den Gegebenheiten angepasster Pflanzen (Sortenerhalt). Die Teilnehmenden lernen den natürlichen Kreislauf kennen und den Wert der Schöpfung schätzen. Mit dem Erlernten können die Menschen vor Ort ihre Garten- und Felderträge um das Achtfache steigern (Durchschnittswert aus Erfahrung). Der Boden bleibt fruchtbar. Die Videoclips erinnern die Teilnehmenden der Schulung an die Grundprinzipien.

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