Gott heilt auch heute noch

Pasang, Sherpa am Fuss des Everest, Jagrit im Maithili Gebiet, Leena aus dem Bojpuri Volk oder Kunja im Westen Nepals; was haben sie gemeinsam? Ihre Berichte ähneln sich und fast möchte man sagen: Kann das sein? Seit wir vom Schweizer Team uns im Projekt in Nepal engagieren, haben wir mehr als 100 solche Berichte gehört und einige der Zeugen in ihren Dörfern besucht. Dabei bestätigt sich unser Eindruck: Nepal ist ein Land der Wunder!

Das folgende Beispiel steht für die vielen individuellen Erlebnisse und zeigt, wie Gott noch heute Wunder tut.

Kunja lebt mit ihrem Mann Pradip und ihrem kleinen Sohn Hari im Westen Nepals, am Fuss der Himalayaberge. Die Landschaft erinnert an unsere Voralpen, die Berge sind einfach etwas höher. Das Leben in der Landwirtschaft dort ist hart. Nicht alle finden Arbeit, und so müssen Männer oft monatelang nach Indien oder weiter weg, in die Emirate. Auch im Dorf von Kunja arbeiten viele Männer im Ausland. Pradip jedoch ist Bauer und daher mehr zu Hause als andere Männer.

Vor einem halben Jahr fand Kunja durch eine Nachbarin zum Glauben an Jesus. Und dann geschah folgendes: Kunja liess Gopal, dem Pastor der Hauskirche, ausrichten, er solle schnell vorbeikommen. Ihr Sohn war schon mehrere Monate krank. Er verlor öfters das Bewusstsein und, obwohl Kunja ihren Sohn in mehrere Spitäler brachte und Medikamente erhielt wurde es nicht besser. Kein Doktor konnte ihrem geliebten Sohn helfen.

Gopal kennt diese Anfragen nur zu gut. Oft sind den Ärzten auf dem Land Grenzen gesetzt, wie genau sie eine Diagnose stellen können. Anderseits ist Medizin auch das falsche Mittel, wenn etwas Dämonisches der Ursprung ist. Es gibt nur eine Lösung: Gott muss Antwort zur Ursache und Behebung einer Situation geben! Aus diesem Grund stand die ganze Hausgemeinde zusammen, betete und fastete eine Woche lang. Gleichzeitig erzählte Gopal Pradip das Evangelium sowie den Hintergrund des Fastens und Betens. Drei Tage später ging Pradip auf die Knie und nahm Jesus als seinen Herrn und Erlöser an.

Alle beteten und fasteten weiter, nun auch mit Pradip, der vor Gott um seinen Sohn kämpfte. Nach dieser Woche ging es Pradips und Kunjas Sohn plötzlich besser bis er schlussendlich völlig gesund war. Gott hatte ihn nicht vergessen!

Diese Heilung ist auch ein Zeugnis für das ganze Dorf. Viele sagten: «Hier ist ein Wunder geschehen, der Gott der Christen heilt und liebt uns!» Die Menschen im Dorf reagieren unterschiedlich: Einige fühlen sich durch den christlichen Gott bedroht und verstärken den Hinduismus. Andere werden neugierig und hören genau zu, was die Christen erzählen. Viele kamen zum Glauben. Leider haben einige nicht den Mut, Christen zu werden. Die Verfolgung durch die eigene Familie ist zu gross für sie.

Gottes wunderbares Wirken gehört zum Alltag

Das folgende Zeugnis ist so schön und beispielhaft für Gottes Liebe. Es stammt von einem Leiter der Maithili Volksgruppe.

«Ram Krishna ist 55 Jahre alt und hat acht Kinder. Er lebt etwa vier Dörfer abseits des grossen Ost-West-Highways. Seit fünf Jahren hat er ernste gesundheitliche Probleme und ist zu vielen Ärzten und Schamanen gegangen. Keiner konnte ihm helfen. Die Familie war in Sorge, dass Ram Krishna bald sterben würde. Eines Tages traf er auf Gemeindegründer Pawin, der ihm von Jesus erzählte. Ram Krishna nahm Jesus als seinen Herrn und Erlöser an. Seither ging es ihm besser und heute ist er vollständig geheilt. Die ganze Familie preist Gott dafür und hat regelmässig Gemeinschaft mit den Christen im Dorf.»

Als Schweizer wäre man verleitet zu sagen: Die Nepali brauchen eben mehr Wunder als wir. Ich habe dies anders erlebt: Genauso wie wir in der Schweiz strecken sich die Menschen in Nepal in der Not nach jedem Strohhalm aus, der ihnen helfen könnte und gehen zum besten Doktor. Falls kein Geld da ist suchen sie den besten Schamanen. Erst dann überlegen sie: «Der Gott der Christen heilt doch.» Nicht alle werden geheilt, aber viele. Diese sichtbaren Zeichen sind Türöffner für viele Menschenherzen und eines von vielen Liebeszeichen Gottes.

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