Es stammt ursprünglich von den Newar, den Ureinwohnern des Kathmandutals. Für sie ist es ein unverzichtbarer Teil ihrer Festmähler (Bhoj). Was dieses Curry besonders macht, ist die säuerliche Note. In Nepal wird dafür fermentierter Bambus verwendet, der einen kräftigen, fast käsigen Geruch hat. In der alltagstauglichen Version erreichen wir diesen Kick ganz einfach mit Tomaten und einem Spritzer Zitrone. Man isst es in Nepal entweder als dicken Eintopf mit Reis oder flüssiger als Beilage. Es gilt als wärmend, appetitanregend und ist der Inbegriff von «Soul Food».
Für 4 Personen | Zubereitung: 30 Minuten
Zutaten
Zubereitung
Erhitze etwas Öl in einer grossen Pfanne. Brate die Zwiebeln darin glasig an. Gib dann den gehackten Knoblauch und Ingwer dazu und brate es kurz an.
Gib den abgetropften Bambus und die Kartoffelwürfel in die Pfanne. Brate beides für etwa 5 Minuten an. Das Rösten nimmt dem Bambus den «Dosengeschmack» und macht die Kartoffeln aromatischer.
Streue Kurkuma, Kreuzkümmel, Koriander, Salz und Chili darüber. Rühre alles gut um.
Füge die Tomaten und das Wasser hinzu. Deckel drauf und bei mittlerer Hitze ca. 20 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind.
Nimm einen Löffel und zerdrücke 3–4 Kartoffelwürfel in der Pfanne. Das bindet die Sauce und macht sie sämig.
Jetzt kommt der wichtigste Teil – die Säure: Schmecke mit reichlich Zitronensaft ab, bis das Curry eine angenehm frische und leicht säuerliche Note hat.
In Nepal serviert man Alu Tama am liebsten mit Basmati-Reis. Wenn du es authentisch magst, kannst du dem Reis beim Kochen eine Dose schwarze Bohnen hinzufügen – dann hast du ein vollwertiges Alu Tama Bodi.Â
Mitho saag khanos! Guten Appetit!
Foul (ausgesprochen «Ful») ist ein Gericht, dessen Wurzeln bis ins antike Ägypten zurückreichen. Heute ist es in der gesamten arabischen Welt beliebt. Im Sudan gilt es sogar als Nationalgericht. Es ist durch den hohen Protein- und Ballaststoffgehalt ein richtiger Sattmacher. Traditionell essen die Menschen Foul Medames aus einer grossen Schüssel und schaufeln es mit Fladenbrot auf.
Klassischerweise besteht Foul Medames aus Saubohnen (Ackerbohnen oder Fava-Bohnen). Das Schöne an diesem Gericht ist jedoch seine Flexibilität: Du kannst es aus fast allen Hülsenfrüchten zubereiten: Kichererbsen, Kidneybohnen oder – wie auf unserem Beispielbild – aus Lupinen. Die Lupinen geben dem Gericht eine nussige Note.
Für 4 Personen
Zubereitung: 15 Minuten
Zutaten
Zubereitung
Getrocknete Bohnen ca. 12 Stunden einweichen.
Die Bohnen oder Lupinen samt der Flüssigkeit aus der Dose und die Tomate in eine Pfanne geben und bei mittlerer Hitze etwa 5 bis 10 Minuten köcheln lassen.
Zerdrücke einen Teil der Bohnen mit einem Kartoffelstampfer oder einer Gabel direkt in der Pfanne. Es soll ein Mix aus ganzen Bohnen, Stücken und einem cremigen Brei entstehen. Du kannst alles auch mit dem Mixer zerkleinern, aber achte darauf, dass du die Masse nicht zu fein pürierst.
Knoblauch, Kreuzkümmel und eine kräftige Prise Salz unterrühren. Achtung: Lupinen aus dem Glas sind bereits gesalzen! Dann brauchst du kein zusätzliches Salz. Den Zitronensaft hinzufügen und Tahini nach Belieben darunterrühren.
Das Foul in eine flache Schüssel geben. Die gehackte Petersilie und Zwiebel darüberstreuen.
Grosszügig mit Olivenöl darübergiessen und anrichten.
Serviere dazu warmes Fladenbrot, frische Radieschen, Frühlingszwiebeln und ein paar Oliven – so, wie du es magst. Zum Essen brauchst du kein Besteck: Rupfe ein Stück ab und nutze es als Löffel. Aber aufgepasst: In den meisten afrikanischen Ländern ist nur die rechte Hand zum Essen zugelassen.
Guten Appetit – ØµØØªÙŠÙ†
Die Aubergine ist ein beliebtes Gemüse in Afrika. Die verschiedenen Sorten lassen sich fast auf dem ganzen Kontinent anbauen. In der Elfenbeinküste und weiteren Ländern Westafrikas wird sie gerne mit einer scharfen Erdnusssauce gegessen. Wenn du es nicht so gerne scharf magst, kannst du einfach eine milde Chilisorte nehmen und sie erst später dazugeben.
Für 3-4 Personen
Zubereitung: 45 Minuten
Zutaten
Zubereitung
Auberginen waschen, in Würfel schneiden, leicht salzen und ca. 10 Minuten ziehen lassen. Dann abtropfen.
Öl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch glasig dünsten.
Tomaten und Chili hinzufügen, 5–7 Minuten einkochen. Wenn du es nicht so gerne scharf magst, kannst du die Chili weglassen und allenfalls in den letzten 5- 10 Minuten der gesamten Kochzeit dazugeben.
Auberginenwürfel dazugeben und kurz anbraten.
Erdnussbutter mit Bouillon glatt rühren und dazugeben. Gut verrühren.
Bei mittlerer Hitze 15–20 Minuten köcheln, bis die Auberginen weich sind.
Anrichten und mit Peterli und/oder Koriander garnieren.
Bon appétit!
Alu Gobhi (Hindi: आलू गोà¤à¥€, Urdu: آلو گوبی, wörtlich: Kartoffeln und Blumenkohl) ist ein nordindisches und pakistanisches Gericht aus Kartoffeln, Blumenkohl und südasiatischen Gewürzen (wie Kreuzkümmel, Koriander und Garam Masala). Es erhält seine gelbliche Farbe durch den Kurkuma. Das Gericht schmeckt am besten mit Fladenbrot (Chapati oder Naan) oder Basmatireis.
Für 3 Personen
Zubereitung: 40 Minuten
Zutaten
Zubereitung
Zwiebeln in Streifen schneiden, Knoblauch und Ingwer fein hacken. Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden. Blumenkohl in kleine Röschen teilen. Tomaten würfeln oder pürieren.
Öl in einer grossen Pfanne oder einem Topf erhitzen. Kreuzkümmel kurz im Öl anrösten, bis er duftet.
Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer dazugeben und bei mittlerer Hitze anbraten, bis die Zwiebeln goldbraun sind. Kurkuma, evtl. Chilipulver, Korianderpulver und Garam Masala einrühren. Tomaten hinzufügen und ca. 5 Minuten köcheln lassen, bis sie zerfallen und eine Art Paste entsteht.
Kartoffeln und Blumenkohl hinzufügen, gut mit der Gewürz-Tomaten-Mischung vermengen.
Etwa 100 ml Wasser zugeben, Deckel aufsetzen und bei mittlerer Hitze 20–25 Minuten schmoren lassen, bis das Gemüse weich ist. Gelegentlich umrühren.
Mit Salz abschmecken.
Optional mit frischem Korianderkraut oder Petersilie garnieren.
अपने à¤à¥‹à¤œà¤¨ का आनंद लें – Guten Appetit
Dieses aromatische und zugleich schlichte Gericht ist bekannt und beliebt in Kuba. Im Rezept spiegelt sich die Kolonialgeschichte des Landes wider. Es kombiniert Reis und Bohnen als Hauptnahrungsmittel der afrikanischen Sklaven mit den Gewürzen der spanischen Siedler (Lorbeerblätter, Oregano, Kreuzkümmel).
Für 4 Personen
Zubereitung: 65 Minuten
Zutaten
Zubereitung
Die getrockneten Bohnen über Nacht (ca. 12 h) in Wasser einweichen. Dann mit einer Prise Salz zum Kochen bringen und ca. 45 Min. köcheln lassen, bis sie knapp gar, aber noch nicht weich sind. Das Salz hilft übrigens, dass sie schneller gar werden. Du kannst die Bohnen auch im Dampfkochtopf oder im Steamer zubereiten und die Kochzeit entsprechend verkürzen.
Die Bohnen abgiessen, dabei das Kochwasser auffangen. Die Bohnen mit kaltem Wasser abspülen.
Peperoni waschen, putzen und in kleine Stückchen schneiden, Zwiebeln und Knoblauchzehen schälen und hacken. Alles Gemüse in Olivenöl andünsten.
Reis, Lorbeerblatt, Kreuzkümmel, Oregano zugeben, dann die Tomaten (resp. Pelati) dazugeben und als letztes die Bohnen und ca. 150 ml vom Bohnenkochwasser hinzufügen. Chilisauce nach Belieben beigeben.
Bei geschlossenem Deckel ca. 20 min lang köcheln, bis der Reis alle Feuchtigkeit aufgesogen hat. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Buen provecho – Guten Appetit!
Traditionell wird die Bouillon aus Gemüse und/oder Fleisch gekocht. In vielen Ländern Afrikas nutzen die Leute Bouillon zum Würzen von Suppen, Eintöpfen und Saucen. In diesem Rezept verwenden wir ausschliesslich Rüstabfälle und optional Knochenresten für die Zubereitung.
Für 1 Liter Bouillon
Zubereitung: 5 Minuten | Koch- und Ziehzeit: 60 Minuten
Zutaten
Ein gutes Aroma bringt Sellerie und für eine schöne Farbe sorgen Zwiebelschalen, es geht aber auch ohne.
Zubereitung
Rüstabfälle mit den Knochen (optional), Salz und Pfeffer im Wasser 10 min. Kochen. Herd ausschalten und 50 Minuten zugedeckt ziehen lassen.
Flüssigkeit absieben und nochmals kurz aufkochen.
Flaschen aus Glas im Wasserbad sterilisieren. Dafür die sauberen Flaschen in einer Pfanne mit kaltem Wasser bedecken. Auf dem Herd aufkochen und 5 – 10 Minuten im kochenden Wasser sterilisieren.
Die heissen Flaschen auf ein Holzbrett stellen und die Bouillon heiss einfüllen. So verhinderst du, dass das Glas durch den Temperaturunterschied kaputt geht. Deckel verschliessen und Flaschen bei Raumtemperatur auskühlen.
Durch das heisse Einfüllen ist deine Bouillon mehrere Monate haltbar (dunkel lagern). Einmal geöffnet musst du die Flasche im Kühlschrank lagern und die Bouillon innert ein paar Tagen aufbrauchen.
Bon Appetit
Die traditionellen Speisen auf Mallorca unterscheiden sich von denen auf dem Festland. Die Speisen erinnern an die mediterrane und katalanische Küche. Sie sind reich an Gemüse, Hülsenfrüchten, Fisch und Fleisch. Tumbet ist eine Art Gemüseauflauf, der mit oder ohne Fleisch gekocht wird.
Für 4 Personen
Zubereitung: 30 Minuten | Backzeit: 30 Minuten
Zutaten
Für die Sauce
Zubereitung
Den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und das Gemüse vorbereiten. Auberginen, Zucchetti und Peperoni waschen und in Scheiben schneiden. Kartoffeln schälen und ebenfalls in dünne Scheiben schneiden.
Die Auberginen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, mit Olivenöl bestreichen und mit Salz bestreuen. Für 25-30 Minuten im Ofen garen, bis das Gemüse leicht braun ist.
Zuerst die Zucchetti, dann die Peperoni in reichlich Öl in einer tiefen Pfanne für ein paar Minuten anbraten. Danach auf Küchenpapier geben und leicht salzen. In der gleichen Pfanne die Kartoffel-Scheiben von beiden Seiten anrösten, bis sie eine goldbraune Farbe annehmen. Beiseite stellen.
Für die Sauce den Knoblauch schälen und fein hacken. Mit einem Schuss Olivenöl in einer Pfanne kurz andünsten, dann Tomaten und Thymian dazugeben. Alles mit Salz und Pfeffer würzen und für ca. 20 Minuten köcheln lassen. Mit einer Prise Zucker abschmecken.
Zuerst etwas von der Sauce in eine grosse Auflaufform geben. Nun die Auberginen darauf verteilen und mit Oregano bestreuen. Danach kommt eine weitere Schicht Sauce darüber, getoppt von den Zucchetti und dem Resten Oregano. Das Ganze mit den Peperoni wiederholen. Zum Schluss ein weiteres Mal mit der Sauce bestreichen und mit den Kartoffeln abschliessen. Den Auflauf für ca. 25-30 Minuten im Ofen backen. Herausnehmen und mit dem gehackten, frischen Basilikum bestreuen.
Bon profit!
Die Küche Mosambiks wurde während der Kolonialzeit von den Portugiesen beeinflusst. Sie führten neue Feldfrüchte, Aromen und Zubereitungsmethoden in die Kultur ein. Das Grundnahrungsmittel vieler Mosambikaner ist Xima (ausgesprochen: chi-mah), ein dicker Brei aus Mais- oder Weizenmehl. Auch Maniokwurzeln und Reis sind Hauptbestandteil vieler Mahlzeiten. Gegessen werden sie mit allerlei «Saucen» mit Gemüse, Fleisch, Bohnen oder Fisch. Eine dieser «Saucenbeilagen» ist Matapa:
Matapa wird traditionell mit Reis oder Xima gegessen. In Mosambik werden oft gehackte Maniokblätter anstelle von Kohl beigefügt. Wenn du möchtest, kannst du mit Spinat, Mangold, Federkohl oder anderem Blattgemüse experimentieren.
Für 4 Personen – je nach Zubereitungsart 30 bis 40 Minuten Kochzeit
Zubereitung
Den Kohl waschen und in dünne Scheiben schneiden. Im Wasser kochen bis er bissfest ist oder im Dampfkochtopf resp. Steamer dämpfen.
Erdnüsse schälen und mit dem Mixer oder Mörser mahlen.
Zwiebeln schälen und kleinschneiden. Die Tomaten entkernen und kleinschneiden.
Öl in einem Topf erhitzen und Zwiebeln glasig braten. Die Tomaten dazugeben, den Knoblauch pressen, dazugeben und alles mit Salz, Pfeffer und Chili würzen. Kurz andünsten.
Den gekochten Kohl dazugeben, umrühren und mit Gemüsebouillon ablöschen. Die Sauce ca. 5 Minuten kochen, dann die Kokosmilch dazugeben und weitere 5 Minuten köcheln lassen.
Evtl. nachwürzen
Bom apetite!
Anzahl Personen: 4
Zubereitung : 40 Minuten | Fermentierzeit: 24 Stunden bis 3 Wochen
Zutaten
Zutaten Würzsauce
Zubereitung
Chinakohl oder Rettich waschen und in ca. 2×2 cm Stücke schneiden. Mit dem Salz mischen und 30 Minuten stehen lassen.
Würzsauce
Kimchi 4 – 6 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen. Allenfalls in ein Glas umfüllen, Deckel nicht ganz schliessen.
Einen Tag im Kühlschrank ziehen lassen. Entweder sofort essen oder für bis zu 3 Wochen kühl lagern und fermentieren. Je länger gelagert, desto aromatischer und schärfer. Achtung: fermentierendes Kimchi gibt viele Aromastoffe ab, es kann im Kühlschrank zu riechen beginnen. Darum haben koreanische Haushalte einen separaten Kimchi-Kühlschrank.
Gut umrühren und kühl servieren.
Passt als Beilage zu vielen asiatischen Gerichten, die mit ungesalzenem Reis serviert werden.Â
맛있게 드세요. (masigge deseyo)
Guten Appetit!
Mélange ist eine einfache Mahlzeit, die unsere Partner vor Ort oft und gerne zum Zmittag essen.
Anzahl Personen: 10
Zubereitungs- und Kochzeit: ca. 50 Minuten
Zutaten
Zubereitung
Mélange kann alternativ auch im Dampfkochtopf oder Thermomix zubereitet werden. Entsprechend muss die Kochzeit und Wasserbeigabe angepasst werden.
Gemüse in Scheiben schneiden und Kartoffeln halbieren
Öl in einem grossen Topf erhitzen. Rübeli andünsten, bis sie sich verfärben, dann nacheinander die Zwiebeln, die Peperoni, den Koriander, den Knoblauch und die Tomaten beigeben und gar kochen.
Die halbierten Kartoffeln dazugeben und ca 2 dl Wasser (je nachdem, wie viel Wasser das Gemüse gezogen hat) und Salz dazugeben. Für 20-25 Minuten zugedeckt kochen lassen.
Die gekochten Bohnen resp. Erbsen dazugeben, mischen und 10 Minuten weiterkochen, bis das Wasser verdunstet ist.
Mélange kann je nach Geschmack noch mit Chilisauce gewürzt werden.
Muryoherwe – Guten Appetit

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